Virus H5N1 bisher in 15 Ländern nachgewiesen

15. Dezember 2005, 16:34
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Vietnam hat die meisten Vogelgrippe-Opfer - auch in Großbritannien wurde bereits H5N1-Virus entdeckt

Hamburg - Das H5N1 Vogelgrippevirus bisher in 15 Staaten entdeckt worden. In Europa mittlerweile in Rumänien, Kroatien und Russland. Bei Menschen wurden nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis 9. Dezember in fünf asiatischen Ländern 137 Infektionen nachgewiesen. 70 Patienten starben.

China

Am 27. Jänner 2004 wird das Virus erstmals in der Autonomen Region Guangxi nachgewiesen. Seither wurden in zahlreichen weiteren Orten Chinas Ausbrüche registriert, in diesem Jahr alleine 30. Offiziell hat die Regierung Chinas bisher nur fünf Infektionen von Menschen bestätigt, von denen zwei tödlich verliefen.

Honkong

In der inzwischen zu China gehörenden Stadt tritt der asiatische Virus-Subtyp H5N1 1997 das erste Mal auf. Nach mehrjähriger Pause wird er bei einem toten Wanderfalken am 21. Jänner 2004 wieder nachgewiesen. Der bisher letzte bestätigte Fall ist ein am 10. Jänner 2005 tot entdeckter chinesischer Fischreiher.

Indonesien

Die offizielle Zahl der Todesfälle bei Menschen durch Vogelgrippe ist mittlerweile laut WHO auf acht gestiegen. Der erste H5N1-Ausbruch wird am 15. Dezember 2003 bestätigt.

Japan

Am 12. Jänner 2004 tritt auch in Japan bei einer Legehenne ein H5N1-Fall auf. Die letzten bekannten Fälle liegen eineinhalb Jahre zurück.

Kambodscha Hier wird die H5N1-Erkrankung am 12. Jänner 2004 bei Legehennen entdeckt. Weitere Fälle folgen bis März 2004. Vier Menschen sterben an dem Virus.

Kasachstan

Am 22. Juli 2005 erreicht das Virus H5N1 Kasachstan. 2.350 Gänse und 450 Enten sterben oder werden getötet. Der bisher letzte Ausbruch wurde bei Wildvögeln am 29. Juli gemeldet.

Kroatien

Am 26. Oktober wird H5N1 bestätigt: In einem Teich 200 Kilometer östlich der Hauptstadt Zagreb waren sechs tote Schwäne gefunden worden.

Malaysia

Am 17. August 2004 wird ein H5N1-Ausbruch in einem kleinen Dorf an der Grenze zu Thailand festgestellt. Der bisher letzte Fall stammt vom 19. November 2004.

Mongolei

Am 2. August 2005 müssen nach Bekanntwerden eines H5N1-Ausbruchs knapp 90 Vögel getötet werden. Seit Mitte August wurden keine neuen Fälle registriert.

Rumänien Am 4. Oktober 2005 werden in Rumänien die ersten H5N1-Infektionen bei Tieren in Europa bekannt. Zuletzt wurde der gefährliche Erreger etwa 70 Kilometer östlich der Karpaten und 200 Kilometer westlich des ersten Infektionsherdes im Donaudelta nachgewiesen.

Russland

Am 23. Juli 2005 werden die ersten Erkrankungen im asiatischen Teil Russlands bekannt. In neun Dörfern in der Region Nowosibirsk in Sibirien werden befallene Hühner, Enten, Truthähne und Gänse entdeckt. Auch im europäischen Teil Russlands werden später vereinzelte Seuchenherde nachgewiesen.

Südkorea

Am 10. Dezember 2003 bricht das Virus H5N1 in Südkorea aus. 24.000 Zuchthühner werden getötet oder sterben. Bis zum 20. März 2004 wird das Virus auf insgesamt 19 Höfen gefunden. Am 21. September 2004 erklärt die Regierung das Land für vogelgrippefrei.

Thailand

Am 19. Jänner 2004 wird das Virus H5N1 in Thailand entdeckt. In der Folge werden mehrere Millionen Tiere getötet oder sterben. Seither verbreitet sich die Tierkrankheit im Land und konnte bisher nicht gestoppt werden. 14 Menschen starben, zuletzt Anfang Dezember ein fünfjähriger Bub.

Türkei

Am 1. Oktober erreicht das H5N1-Virus den asiatischen Teil der Türkei. Knapp 2.000 Truthähne sterben oder werden getötet. Nach Behördenangaben konnte eine Ausbreitung der Seuche verhindert werden.

Vietnam

Vietnam hat mit bisher 42 Toten die meisten Vogelgrippe-Opfer unter Menschen zu beklagen. Der erste H5N1-Ausbruch bei Hühnern wird auf den 27. Dezember 2003 datiert. Die jüngsten Fälle stammen aus dem September.

Kuwait und Großbritannien

Stehen nicht auf der OIE-Liste. In beiden Ländern wurde aber das das H5N1-Virus bei Vögeln entdeckt: In einer Isolierstation in Großbritannien bei taiwanesischen Finken, in Kuwait bei einem Flamingo, der nach Behördenangaben in einem Touristengebiet an der Südostküste gelebt hatte. (APA)

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