Ende des Flüchtlingsdramas von Melilla: Spanien zieht Militär ab

29. Dezember 2005, 14:50
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Grenzen der Exklave werden nur noch von Guardia Civil bewacht

Melilla - Gut zwei Monate nach dem Massenansturm von Afrikanern auf die spanischen Exklaven Melilla und Ceuta hat Spanien seine Militärs von den Grenzanlagen abgezogen. Die Grenzen der beiden Städte an der Küste Nordafrikas würden nur noch von Beamten der paramilitärischen Guardia Civil bewacht, verlautete am Mittwoch aus Militärkreisen.

Ende September hatte Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero knapp 500 Soldaten dazu abkommandiert, die Grenzschützer in Melilla und Ceuta zu unterstützen. Damals hatten Tausende von Afrikanern versucht, von Marokko aus über die Grenzzäune hinweg auf spanisches Gebiet zu stürmen. Marokko stoppte mittlerweile den Zustrom von Flüchtlingen und schickte mehr als 2000 Afrikaner in deren Heimatländer zurück. Seither kam es an den Grenzen der spanischen Exklaven zu keinen Zwischenfällen mehr. (APA/dpa)

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