Videoüberwachung: Drogenszene hat sich verlagert

16. Dezember 2005, 12:01
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Polizei sieht dennoch Erfolg: "Auch Verschiebung ist Teil der Strategie" - Ausweitung auf Bahnhofplätze im Gespräch

Wien - Seit der Schwedenplatz in der Wiener Innenstadt per Video überwacht wird, sind Drogendealer zwar nicht mehr zu sehen. Verschwunden ist die Szene allerdings nicht, sondern nur weiter gewandert. Die Polizei sieht in der Videoüberwachachung öffentlicher Plätze laut einem Bericht von ORF ON dennoch einen Erfolg.

"Auch die Verschiebung ist Teil der Strategie. Vor allem ist uns eins wichtig: Dass wir dort, wo sich Jugendliche bewegen, wo sich ein Verkehrsknotenpunkt befindet, keine Szene befindet", wird Peter Goldgruber von der Polizeidirektion in Wien zitiert. Außerdem sei die Zahl der Delikte zurückgegangen. Statt rund 100 Drogendeklikten pro Monat am Schwedenplatz gebe es dort jetzt praktisch keine mehr.

Dies will die Polizei laut dem Bericht auch am Karlsplatz erreichen. Zwar wurde die Szene dort bislang nicht vertrieben. Auf Grund der Videoüberwachung sei die Zahl der geklärten Delikte aber von 40 auf 50 pro Monat gestiegen. Für die Zukunft wird auch eine Ausweitung der Videoüberwachung auf Gebiete wie Bahnhofsplätze und den Mexikoplatz erwogen. (red)

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