Rice kritisiert internationalen Boykott des Saddam-Prozesses

16. Dezember 2005, 16:54
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"Verpflichtung, einen der mörderischsten Tyrannen zur Rechenschaft zu ziehen"

Washington - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat die mangelnde internationale Unterstützung für den Strafprozess gegen den irakischen Ex-Diktator Saddam Hussein kritisiert. All jene, die sich Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit verpflichtet fühlten, hätten eine spezielle Verpflichtung, dass einer der mörderischsten Tyrannen der Welt zur Rechenschaft gezogen werde, sagte Rice am Dienstag in Washington.

Der "internationale Boykott" des Prozesses gegen Saddam schade nur den Irakern. Diese seien bemüht, sich ihre Hoffnung auf Freiheit und Gerechtigkeit zu sichern, die ihnen Saddam so lange verwehrt habe, sagte Rice Die USA leisten im Irak juristische und finanzielle Unterstützung für das Gericht.

Rice rief außerdem zu mehr internationaler Hilfe für den Irak auf. Trotz wachsender Unterstützung für den Wiederaufbau im Irak müsse mehr getan werden, sagte sie. Die Ministerin lobte Japan und Südkorea für ihre Großzügigkeit und forderte zugleich die Nachbarn des Irak auf, mehr zu tun. Für andere Länder sei jetzt die Zeit gekommen, ihre bereits gemachten Zusagen zu erfüllen, sagte die Außenministerin. (APA/dpa)

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