Paris fordert "Nachdenkpause" vor EU-Erweiterung auf Mazedonien

14. Dezember 2005, 19:38
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Außenminister Douste-Blazy will Debatte über Erweiterungs- und Vertiefungsproblematik eröffnen

Frankreich will Zwischenbilanz zur Erweiterung Frankreich will unter dem österreichischen EU-Vorsitz eine Debatte über die weitere EU-Erweiterung führen und eine Zwischenbilanz ziehen. Außenminister Philippe Douste-Blazy sagte: "Wir haben 2006 mit der österreichischen Präsidentschaft ein Rendezvous, um eine Zwischenbilanz über die Zukunft der Europäischen Union zu ziehen." Man müsse diese Gelegenheit ergreifen, "um klar die Debatte über die Erweiterungs- und Vertiefungsproblematik zu eröffnen". Zuvor hatten bereits französische und deutsche Diplomaten einen Sondergipfel gefordert.

Die Sprecherin von EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn sagte dazu zum STANDARD: "Die EU-Kommission ist bereit, die zukünftige Erweiterungspolitik zu diskutieren, falls die Mitgliedstaaten das wünschen. Dazu hat die EU-Kommission am 9. November eine Strategie vorgeschlagen. Man muss aber daran denken, dass die Agenda für die Erweiterung, was die Türkei und den Balkan betrifft, von mehreren europäischen Räten einstimmig verschiedet wurde." (afs/DER STANDARD, Printausgabe, 15.12.2003)

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