Nach Messerattacke: Opfer außer Lebensgefahr

14. Dezember 2005, 12:03
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21-Jähriger versuchte durch geschlossenes Fenster zu flüchten - Verdächtige beschuldigen einander gegenseitig

Wien - Nach der Messerattacke in Wien-Favoriten ist das Opfer außer Lebensgefahr. Der 21-Jährige hatte schwere Schnitt- und Stichverletzungen erlitten. Über den Tathergang herrschte am Mittwoch noch Unklarheit. Zwei Tatverdächtige werden noch verhört.

Auslöser dürfte ein Streit unter zwei Frauen und dem Opfer gewesen sein. Der Grund für die Auseinandersetzung ist noch nicht bekannt. Der 21-Jährige wurde mit einem Klappmesser attackiert. Seine Trainingshose im Genitalbereich angezündet. Auf der Flucht vor dem Angriff sprang er durch ein geschlossenes Fenster.

Alexander T. erlitt insgesamt 15 schwere Schnitt- und Stichwunden. Beide Lungenflügel und eine Lungenvene wurden verletzt. Der 21-Jährige wurde im Wilhelminenspital notoperiert. Am Mittwoch befand sich der Mann laut einem Ermittler in einem stabilen Zustand. Er wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt und wird mindestens eine Woche unansprechbar sein.

Vorerst war unklar, welche der beiden Frauen dem 21-Jährigen die Verletzungen zugefügt hat. "Die Einvernahmen laufen noch", sagte der Ermittler. Die beiden Verdächtigen weisen sich gegenseitig die Schuld zu. Zudem verstricken sie sich immer wieder in Widersprüche. Die Auswertung der Fingerabdrücke am Messer stand Mittwochvormittag aus.

Alle drei Beteiligten sind laut einem Ermittler als Drogenkonsumenten bekannt. Die 18-Jährige dürfte Spuren in der Wohnung zufolge auch am Dienstagabend Kokain konsumiert haben. (APA)

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