US-Notenbank hebt Leitzins an

21. Dezember 2005, 14:03
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Anhebung um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent - 13. Zinserhöhung in Folge seit Juni 2004

Washington - Aus Sorge vor anziehenden Energie- und Verbraucherpreisen hat die amerikanische Notenbank die Leitzinsen wie erwartet von bisher 4,0 auf 4,25 Prozent erhöht. Zugleich signalisierte die Notenbank nach ihrer Sitzung am Dienstag in Washington, dass im kommenden Jahr weitere Erhöhungen folgen werden, bevor ein Ende des Anstiegs in Sicht ist. Der Inflationsdruck ist vor allem durch den Immobilienmarkt und die Sorge vor höheren Energiepreisen ausgelöst worden.

US-Notenbankchef Alan Greenspan, der vor seiner Pensionierung Ende Jänner noch eine weitere Zins-Sitzung leiten wird, hat die Zinsen damit zum 13. Mal seit Juni 2004 angehoben. Damals waren sie auf 1,0 Prozent und damit den tiefsten Stand seit 46 Jahren gesunken. Greenspan tritt nach mehr als 18 Jahren an der Spitze der mächtigsten Notenbank der Welt in den Ruhestand.

Weiterer Anstieg der Leitzinsen

Analysten rechnen im kommenden Jahr mit einem weiteren Anstieg der Leitzinsen, nachdem die Notenbank erklärte, dass eine weitere maßvolle Politik für ein ausgewogenes Verhältnis von anhaltendem Wirtschaftswachstum und Preisstabilität notwendig sein wird. In der Erklärung der Notenbank fehlte jedoch die in den vergangenen Monaten übliche Formulierung, dass die Zinsen noch niedrig genug seien, um Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Dies wird als Hinweis auf ein baldiges Ende des Zinsanstieges gewertet.

Nach Darstellung der Notenbank ist das Wirtschaftswachstum in den USA trotz angestiegener Energiepreise und der Störungen durch Hurrikans solide.

Es wird erwartet, dass die Handelsbanken dem Schritt der Notenbank folgen und ihre Zinsen von 7 auf 7,25 Prozent anheben. Höhere Zinsen dämpfen die wirtschaftliche Aktivität der Konsumenten, vor allem bei größeren Anaschaffungen wie Häusern oder Autos. (APA)

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