Christbaumtransport als Vormerkdelikt

18. Dezember 2005, 21:29
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"Punkte" im Führerschein für falsch verstaute Bäume

Wien – In zehn Tagen muss er glänzen, der Weihnachtsbaum. Der Transport des grünen Festaufputzes von Wald oder Händler ins heimische Wohnzimmer kann heuer aber erstmals „Punkte“ im Führerscheinregister bringen. Denn eine „gefährliche Beladung“ im Auto ist ein Vormerkdelikt, warnt der heimische Autofahrerclub ARBÖ.

Herausragen

„Ein einfaches, lockeres Festbinden des Baumes am Autodach reicht nicht aus“, erläutert die Verkehrsjuristin Barbara Auracher-Jäger. Problematisch auch die Kombination kleines Auto und großer Baum: Ragt das Gewächs um mehr als einen Meter über das Fahrzeug hinaus, etwa aus dem Kofferraum, muss eine 25 mal 40 Zentimeter große weiße Tafel mit einem fünf Zentimeter breiten roten Rand angehängt werden.

Im Extremfall, wenn der Baum mehr als ein Viertel der Fahrzeuglänge über das Hinterende hinausragt, ist man rechtlich gesehen sogar als Langgutfuhre unterwegs – und darf auf Autobahnen maximal 65 Stundenkilometer fahren. Wer die Regelungen ignoriert und erwischt wird, muss – sofern es das zweite Vormerkdelikt ist – ein Ladungssicherungsseminar besuchen.

Übrigens: Die Tannenbaumverfrachtung mit dem Fahrrad ist in der Straßenverkehrsordnung geregelt. Wer nicht schiebt, sondern in die Pedale tritt, darf beispielsweise beim Armzeichengeben nicht behindert werden. (moe, DER STANDARD Printausgabe, 14.12.2005)

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