Hoyzer sagte zu SW Bregenz aus

28. Dezember 2005, 11:01
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Keine grundlegend neuen Erkenntnisse über eine mögliche Verstrickung von SW Bregenz in den Fußball-Wettskandal

Feldkirch - Ex-Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer hat am Dienstagnachmittag am Landesgericht Feldkirch zu einer möglichen Verwicklung des ehemaligen österreichischen T-Mobile-Bundesligisten SW Bregenz ausgesagt. Grundlegend neue Erkenntnisse brachte seine Einvernahme aber nicht. Die "Neue Vorarlberger Tageszeitung" ("Neue") sowie zwei ihrer Redakteure wurden wegen übler Nachrede verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Hoyzer bestätigte Aussagen

Hoyzer bestätigte vor dem Feldkircher Landesgericht, dass in zwei konkreten Situationen mit Filip Sapina über SW Bregenz gesprochen worden sei. Namen von in Manipulationen verwickelten Spielern konnte Hoyzer aber nicht angeben. Ebenso wenig wusste er, ob auf Spiele von SW Bregenz gewettet wurde. Dass er in einem "Neue"-Interview gesagt hatte, SW Bregenz habe "im Zusammenhang mit Wettmanipulationen einen großen Stellenwert" gehabt, begründete Hoyzer damit, dass SW Bregenz "der einzige ausländische Verein ist, der mir diesbezüglich bekannt ist". Ob auch andere österreichische Vereine in den Wettskandal involviert waren, konnte Hoyzer nicht sagen.

Zeitung und Redakteure wegen übler Nachrede verurteilt

Am Ende der Verhandlung verurteilte Richter Norbert Melter die "Neue" sowie zwei ihrer Redakteure wegen übler Nachrede. Die "Neue" hat im Februar 2005 im Zusammenhang mit dem deutschen Fußball-Wettskandal die Namen der drei SW Bregenz-Spieler Almir Tolja, Dejan Grabic und Asmir Ikanovic genannt. Laut Melter konnte die "Neue" den Wahrheitsbeweis nicht antreten. Im Falle von Torhüter Tolja gebe es zwar einen Verdacht, der Wahrheitsbeweis wäre aber nur bei einem Schuldspruch von Tolja erbracht. Die journalistische Sorgfaltspflicht sei verletzt worden. Den drei ehemaligen SW-Spielern wurden jeweils 20.000 Euro Entschädigung zugesprochen, die beiden Zeitungsredakteure zu Geldstrafen in Höhe von rund 3.700 bzw. 5.000 Euro verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (APA)

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    Der Skandalschiri trifft in Feldkirch zur Aussage ein.

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