Handchirurg Jörg Böhler verstorben

20. Dezember 2005, 12:27
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Sohn des Unfallchirurgie-Pioniers Lorenz Böhler

Wien - Der bekannte Chirurg Univ.-Prof. Dr. Jörg Böhler ist am 11. Dezember 2005 im 88. Lebensjahr verstorben. Der Sohn des Unfallchirurgie-Pioniers Lorenz Böhler hat über drei Jahrzehnte als Ärztlicher Leiter den hohen medizinischen Standard der AUVA-Unfallkrankenhäuser mit begründet, hieß es am Dienstag in einer Aussendung der Unfallversicherungsanstalt.

Böhler, am 15. Dezember 1917 in Gries bei Bozen geboren, wollte eigentlich Neurochirurg werden. Da die Auswahl an Jobs 1945 eher bescheiden war, trat er in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Unfallchirurg. Das Thema seiner Habilitationsschrift lautete "Die Versorgung frischer Handverletzungen mit besonderer Berücksichtigung der Sehnenverletzungen".

Wie seitens der AUVA betont wurde, machen über 500 Vorträge weltweit, 360 Publikationen sowie zahlreiche Lehrbücher Jörg Böhler unvergessen. Seine herausragenden Verdienste würden aber fraglos in der Ausbildung des handchirurgischen Nachwuchses und der unfallchirurgischen Forschung liegen. Böhler war ab 1951 Ärztlicher Leiter des AUVA-Unfallkrankenhauses in Linz. Im Jahr 1971 wechselte er nach Wien, und von Dezember 1972 bis 1983 leitete er das Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus in Wien-Brigittenau. (APA)

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