Islamisten-Razzia bei Paris: 24 Menschen in Gewahrsam

14. Dezember 2005, 22:38
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Sollen Attentate auf "höchst symbolische Ziele" in Frankreich geplant sowie mit Raubüberfällen Geld für "islamistische Sache" gesammelt haben

Paris - Nach einer Großrazzia in Pariser Vororten hat die französische Polizei am Dienstag 24 mutmaßliche Islamisten in Gewahrsam gehalten. Wie aus Justizkreisen bekannt wurde, ließen die Behörden zunächst nur einen von insgesamt 25 am Montag Festgenommenen wieder frei. Mehrere Verdächtige sollen nach Angaben vom Montag Attentate auf "höchst symbolische Ziele" in Frankreich geplant haben, bei den anderen handelte es sich demnach teils um polizeibekannte Gewaltverbrecher, die mit der Beute ihrer bewaffneten Raubzüge der "islamistischen Sache" dienen wollten.

An der Razzia waren rund 400 Beamte beteiligt, darunter Anti-Terror-Experten des Inlandsgeheimdienstes DST sowie Zivilschützer mit Schutzanzügen gegen atomare, biologische oder chemische Waffen. Anti-Terror-Richter Jean-Louis Bruguière verdächtigt die in Gewahrsam genommenen Männer und Frauen aus Tunesien, Algerien und Frankreich der Bildung einer kriminellen Vereinigung in Zusammenhang mit terroristischen Unternehmungen sowie der Finanzierung des Terrorismus. Die Razzia war einer der größten Schläge in Europa gegen mutmaßliche Islamisten seit den Terroranschlägen von Madrid im März 2004. (APA)

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