Fisch in Stäbchen

7. März 2007, 15:10
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Panierte Fischstäbchen gehören seit fünfzig Jahren zu den beliebtesten Fertiggerichten

Dass Fisch gesund ist, weiß mittlerweile jedes Kind. Nur essen will es dieses Nahrungsmittel in seiner ursprünglichen Form nicht so gern. Verständlich, denn Fische Filetieren ist nicht ganz einfach und Fisch hat meistens auch viel zu viele Gräten.

Vor fünfzig Jahren hatte Clarence Birdseye dafür die perfekte Lösung. Schon zu Beginn der zwanziger Jahre begann die Firma Obst, Gemüse und Fleisch einzufrieren. Eine Reise in die Arktis inspirierte Birdseye dazu, auch Fischfilets tiefzukühlen. Entscheidend dafür war die Erfindung des "Plate Frosters", der ersten Schnell-Frost-Methode. Um das rasche tiefkühlen zu gewährleisten, mussten die Nahrungsmittel dünn und rechteckig sein. Fischstäbchen boten sich für diese Methode förmlich an.

1955 wurden erstmals von Captain Birdseye (im deutschsprachigen Raum heißt er Kaptain Iglo) tiefgekühlte und panierte Fischstäbchen angepriesen. Wurden anfangs noch Heringsfilets verwendet, stammt der Fisch heute hauptsächlich von Dorsch, Kabeljau und Seehecht. Den wahren kulinarischen Siegeszug begannen die Fischstäbchen 1958, da war nämlich das erste Mal Werbung im Fernsehen zu sehen. Und Captain Birdseye war einer der ersten Spots.

Bis heute hat sich an der Methode wenig geändert. Noch an Board werden die Fischfilets in einer koffergroßen Platte tiefgefroren und an Land im gefrorenen Zustand in Stäbchenform gebracht, in Panier getunkt und kurz frittiert, bevor sie verpackt und noch immer tiefgekühlt in den Supermarkt kommen. (ost)

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