Ahmadinejad zieht erneut Holocaust in Zweifel

13. Dezember 2005, 18:00
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Iranischer Präsident lehnt "pro-zionistischen" Westen als Nahost-Vermittler ab

Teheran - Der wegen seiner wiederholten antiisraelischen Verbalangriffe international kritisierte iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad hat neuerlich den Holocaust in Zweifel gezogen. "Wenn die Ermordung von Juden in Europa wahr ist, und die Zionisten deswegen unterstützt werden, warum sollte das palästinensische Volk den Preis dafür zahlen?", sagte Ahmadinejad nach einem Bericht des staatlichen iranischen Fernsehens, der am Dienstag im Internet erschien. Erst in der vergangenen Woche hatte er in Mekka die Verlegung Israels in Teile Deutschlands und Österreichs empfohlen, um das Nahost-Problem "an der Wurzel zu pachen".

Ahmadinejad nahm am Montag an einer islamischen Konferenz in Teheran teil. Später sprach er mit dem politischen Führer der palästinensischen Hamas-Bewegung, Khaled Mechaal (Mashaal), wie es im Internet hieß. "Die islamische Welt sollte ihre Passivität aufgeben und sich aktiver mit der palästinensischen Frage beschäftigen", sagte der iranische Präsident. Der Westen könne im israelisch-palästinensischen Konflikt keine Vermittlerrolle übernehmen, weil er immer auf der Seite des "zionistischen Regimes" stünde. (APA/AP)

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