Bauern auf Feld erschossen

14. Dezember 2005, 07:52
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Verletzte bei Militärrazzia in Nablus

Jerusalem/Nablus - Israelische Besatzungstruppen im Westjordanland haben am Dienstagmorgen aus einem Panzer heraus einen palästinensischen Bauern auf dessen Feld erschossen, wie Ärzte mitteilten. Nach Berichten von Augenzeugen feuerten die Truppen im Grenzgebiet nahe des Dorfes Abbassam die ganze Nacht über. Wegen dichten Nebels hätten sie nicht erkennen können, ob Palästinenser die Grenze zu überqueren versuchten. Der 45-Jährige Mohammed Fara wurde offenbar ein Opfer der ungezielten Schüsse. Die israelischen Streitkräfte äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Während einer Razzia im Westjordanland wurden unterdessen drei Palästinenser verletzt, zwei von ihnen schwer. Die Männer hätten am Dienstag bei Zusammenstößen in der Stadt Nablus Steine geworfen, berichteten palästinensische Ärzte und Sicherheitskräfte. Die israelische Armee lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab. Aus israelischen Militärkreisen verlautete, bewaffnete Palästinenser hätten die Soldaten beschossen. Nablus gilt als eine Hochburg militanter Palästinenser, in der Selbstmordattentäter rekrutiert werden. (APA/AP/Reuters)

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