Bush: Seit Kriegsbeginn etwa 30.000 Iraker getötet

15. Dezember 2005, 14:11
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Wahlen im Irak werden nicht perfekt sein - "Wendepunkt in Geschichte" - Lob für "Mut des irakischen Volkes"

US-Präsident George W. Bush bezeichnete das Jahr 2005 als "Wendepunkt in der Geschichte des Iraks". Kein Land habe den Übergang zu einer Demokratie ohne "Herausforderungen, Rückschläge und Fehlstarts" bewältigt, sagte Bush am Montag in Philadelphia.

Noch vor zweieinhalb Jahren sei der Irak von einem grausamen Diktator beherrscht worden, der den Terrorismus unterstützt, Massenvernichtungswaffen eingesetzt und sein eigenes Volk getötet habe. "Seitdem hat das irakische Volk die Souveränität über sein Land übernommen, freie Wahlen abgehalten, eine demokratische Verfassung ausgearbeitet und diese Verfassung in einem landesweiten Referendum gebilligt", sagte der US-Präsident.

Er räumte ein, dass die letzten zweieinhalb Jahre eine Zeit schwerer Kämpfe im Irak gewesen seien, und es gebe noch viel zu tun. Die Parlamentswahl im Irak begann am Montag mit der Abstimmung in Krankenhäusern und Gefängnissen. Bush sagte, dank des Muts des irakischen Volkes werde das ablaufende Jahr später als Wendepunkt in der Geschichte des Iraks, des Nahen Ostens und der Geschichte der Freiheit gesehen werden.

Wahlen nicht perfekt

Die bevorstehenden Parlamentswahlen im Irak werden nach Einschätzung von US-Präsident Bush nicht perfekt sein. Sie seien auch nicht das Ende des politischen Prozesses, sagte Bush am Montag in Philadelphia (Pennsylvania).

Nach Ansicht von Bush sind Befürchtungen unbegründet, dass im Irak ein Bürgerkrieg ausbrechen könnte. Dies werde solange nicht geschehen, wie die USA den Irak nicht im Stich lassen würden. Der US- Präsident gab zugleich an, dass 30.000 Iraker seit Kriegsbeginn getötet worden seien. (Reuters)

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