Schulz: EU-Gipfel muss sich mit Ahmadinejad-Äußerung befassen

14. Dezember 2005, 19:10
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SPE-Fraktionschef: Öffentlicher Gewaltaufruf eines Staatschefs unannehmbar

Straßburg - Der Vorsitzende der sozialistischen Fraktion im Europaparlament (SPE), Martin Schulz (SPD) hat die Staats- und Regierungschefs der EU aufgefordert, sich beim anstehenden Gipfel mit den israel-feindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad zu befassen. Es sei unannehmbar, dass ein Staatschef auf diese Weise öffentlich zur Gewalt aufrufe, sagte Schulz am Montag. Dies müssten der britische EU-Ratsvorsitz und die übrigen Gipfelteilnehmer deutlich machen.

Ahmadinejad hatte Israel in der vergangenen Woche mit einem "Krebsgeschwür" verglichen. Er schlug vor, wenn Deutschland und Österreich "glaubten", dass die Juden unterdrückt worden seien, sollten sie ihnen einen Teil ihres Territoriums abtreten, um dort einen jüdischen Staat zu errichten. Erst im Oktober hatte der iranische Präsident gefordert, Israel "von der Landkarte zu tilgen". (APA)

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    Es sei unannehmbar, dass ein Staatschef auf diese Weise öffentlich zur Gewalt aufrufe, sagte Schulz am Montag.

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