Ahmadinejad bekräftigt Äußerungen über Israel und Holocaust

13. Dezember 2005, 11:09
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Kritik an westlicher Unterstützung des "zionistischen Regimes" - Islamischen Staaten müssen nach anderer Stellung in der Welt streben

Teheran - Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat seine international scharf kritisierten Bemerkungen über Israel bekräftigt. Wegen des israelisch-palästinensischen Konflikts stehe die Welt "am Rande von Veränderungen", zitierte die studentische Nachrichtenagentur ISNA am Montag aus Ahmadinejads Rede bei einer Konferenz mit dem Titel "Unterstützung für die islamische Revolution in Palästina".

Kritik am Westen

Die westlichen Mächte seien sich bewusst, dass jeder Wandel in Palästina das politische, wirtschaftliche und kulturelle Gefüge der Welt verändern werde, sagte Ahmadinejad. "Deshalb unterstützen sie auch die verbrecherischsten Taten des zionistischen Regimes."

Ahmadinejad nahm in seiner Rede erneut Bezug auf seine umstrittenen Äußerungen vom vergangenen Donnerstag, in denen er Israel mit einem "Krebsgeschwür" verglichen hatte. Wenn das "Massaker an den Juden in Europa" wahr sei und als "Entschuldigung für die Unterstützung von Zionisten" herhalten müsse, warum müssten dann die Palästinenser dafür bezahlen, fragte der iranische Präsident seine Zuhörer. Nach fast 70 Jahren der Passivität müssten die islamischen Staaten nach einer anderen Stellung in der Welt streben.

"Von der Landkarte zu tilgen"

Ahmadinejad hatte nach Forderungen im Oktober, Israel "von der Landkarte zu tilgen", in der vergangenen Woche revisionistischen Historikern zugestimmt, die die Bedeutung des Holocaust herunterspielten. Zudem schlug er Deutschland und Österreich vor, einen Teil ihres Territoriums abzutreten, um dort einen jüdischen Staat zu errichten. Die Äußerungen lösten weltweit Empörung aus und wurden auch vom UNO-Sicherheitsrat offiziell verurteilt. (APA)

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