Südkorea will über Atomstreit sprechen

16. Dezember 2005, 09:49
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Pjöngjang fordert Aufhebung der US-Strafmaßnahmen - Bemühungen um eine baldige Fortsetzung der Sechs-Länder-Gespräche

Seoul - Südkorea will Nordkorea bei neuen Versöhnungsgesprächen dazu drängen, die gemachten Zusagen zum Abbau seines Atomwaffenprogramms zu verwirklichen. Das kündigte am Montag in Seoul ein Sprecher der südkoreanischen Delegation für die 17. innerkoreanischen Ministergespräche an, die von Dienstag bis Freitag auf der Insel Cheju vor der Südküste Südkoreas stattfinden.

Die Bemühungen um eine baldige Fortsetzung der Sechs-Länder-Gespräche zum Atomprogramm Pjöngjangs werden derzeit von einem neuen Disput zwischen den USA und Nordkorea über amerikanische Sanktionen gegen den Staat behindert. Nordkorea hatte in der vergangenen Woche die Wiederaufnahme der Sechsergespräche (China, USA, Russland, Japan und die beiden koreanischen Staaten) von einer Aufhebung der US-Strafmaßnahmen abhängig gemacht. Die jüngste Sechser-Runde war im November unterbrochen worden.

Bei den innerkoreanischen Ministergesprächen über eine Verbesserung der Beziehungen stehen wirtschaftliche und humanitäre Fragen im Mittelpunkt. Südkorea will nach eigenen Angaben erneut über das Schicksal mutmaßlich in den Norden verschleppter südkoreanischer Staatsbürger sowie noch lebender südkoreanischer Kriegsgefangener des Korea-Kriegs (1950-53) reden. Auch will Seoul, das von Vereinigungsminister Chung Dong Young vertreten sein wird, auf die Aufnahme neuer Gespräche über militärische Entspannungsmaßnahmen dringen. (APA/dpa)

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