Lahoud würdigt ermordeten Tueni als "Märtyrer"

14. Dezember 2005, 15:19
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Libanesischer Präsident durch "grauenhaftes Verbrechen zutiefst verletzt"

Beirut - Der libanesische Staatspräsident Emile Lahoud hat nach der Ermordung des Politikers und Journalisten Gebrane Tueni am Montag alle Libanesen zu "noch mehr Solidarität und Einheit" aufgerufen. Er sei durch "das grauenhafte Verbrechen zutiefst verletzt", betonte Lahoud in einem in Beirut veröffentlichten Kommuniqué. Den Toten, der Lahoud wiederholt als Befehlsempfänger Syriens kritisiert und zum Rücktritt aufgefordert hatte, würdigte der Präsident als "Märtyrer-Abgeordneten", der nicht nur als Politiker, sondern auch als Medienschaffender eine hervorragende Rolle gespielt habe.

Tueni, ein "Symbol der Freiheit", habe sich der "Karawane der Märtyrer" angeschlossen, welcher Rafik Hariri voranschreite, der im Februar ermordete frühere Ministerpräsident, sagte Emile Lahoud. Der Libanon stehe heute an einer "gefährlichen Wegkreuzung" angesichts der Verschwörungen gegen seine Einheit und Zukunft, warnte der Staatspräsident, der ebenso wie das Mordopfer Christ ist.

Der EU-Außenpolitik-Beauftragte Javier Solana erklärte unterdessen in Brüssel, die Europäische Union wolle alles tun, um die libanesische Regierung in deren Bemühen zu unterstützen, den Attentaten auf Unabhängigkeitsverfechter ein Ende zu bereiten. (APA)

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