Fidelity rechnet auch für 2006 mit gutem Börsenjahr

16. Dezember 2005, 21:26
posten

Europäische Aktien besonders attraktiv - Weltweit Gewinnzuwächse von 12 Prozent erwartet

Wien - Die weltweit größte Fondsgesellschaft Fidelity International sieht die Börsen weiter gut in Schwung. Auch 2006 sollten die Aktienmärkte robust bleiben und Anleger für ihr Engagement belohnt werden, heißt es in einem aktuellen Marktausblick. Vor allem europäische Aktien sind laut Fidelity nach wie vor günstig bewertet. Global gesehen würden die Gewinnzuwächse im kommenden Jahr 12 Prozent betragen und damit nur knapp unter dem aktuellen Niveau von 14 Prozent liegen.

Heuer hätten nicht einmal Terroranschläge, Rekordpreise beim Öl, Hurrikans oder der Streit um die europäische Verfassung den klaren Aufwärtstrend an den Börsen stoppen können, ist die Chefstrategin bei Fidelity International in Europa, Anne-Sophie Girault, überzeugt, dass die Aktienmärkte auch nächstes Jahr viele positive Überraschungen bereithalten.

Europäische Werte attraktiv

Im Vergleich von Aktien aus verschiedenen Regionen erscheinen aus Sicht von Fidelity europäische Werte besonders attraktiv. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) sollten 2006 ähnlich niedrig sein wie 2005. "Vor allem im Gegensatz zu Staatsanleihen bieten Aktien aus Europa gute Investmentgelegenheiten." Bemerkenswert an den niedrigen KGV, so Fidelity weiter, sei, dass sie das Gewinnpotenzial oder die Einsparungen aus Restrukturierungen in den Unternehmen noch nicht widerspiegeln.

Für Europas Wirtschaft zeichne sich 2006 ein höheres Wachstum ab, während es sich in den USA und China etwas verlangsame. Die "Musterschüler" des europäischen Kontinents seien in Osteuropa, mit dessen Wirtschaftsraum österreichische Konzerne besonders stark verflochten sind. Beobachter gehen von 5,3 Prozent Wachstum aus. Girault: "Damit gehören auch die neuen EU-Länder zu den wenigen Regionen weltweit, in denen die Wachstumsraten spürbar steigen. Investoren sollten also unbedingt osteuropäische Unternehmen auf ihrem Radar haben." (APA)

Share if you care.