Raiffeisen Bausparkasse erwartet 2006 starke Darlehens-Nachfrage

21. Dezember 2005, 14:55
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Neues Kreditvolumen erreicht heuer 1-Milliarden-Euro-Grenze - 30 Prozent Wachstum - Spar- und Darlehens-Konditionen bleiben kurzfristig unverändert

Wien - Die Raiffeisen Bausparkasse erwartet auch für das kommende Jahr 2006 eine anhaltend gute Nachfrage nach Wohndarlehen. Bis Ende November dieses Jahres konnte die Finanzierungsleistung um 30 Prozent auf 936 Mio. Euro hoch geschraubt werden. Das entsprach einem Wachstum von 30 Prozent. Dieses Wachstum sollte auch 2006 anhalten, sagte Generaldirektor Erich Rainbacher am Montag in Wien bei einem Pressegespräche.

Bis zum Jahresende 2005 werde die Raiffeisen Bausparkasse - mit einem Marktanteil von gut einem Drittel heimischer Marktführer - die Ein-Milliarden-Euro-Grenze bei den neu vergebenen Finanzierungen erreichen, sagte Rainbacher. Die Gründe für den Anstieg liegen laut Rainbacher im größeren Optimismus, breit in den privaten Wohnbau zu investieren und in den "günstigsten" Konditionen seit dem letzten Jahrzehnt. Das Ergebnis würde das zweitbeste Finanzierungsergebnis in der 44-jährigen Geschichte bedeuten.

Historischer Tiefstand bei Verzinsung

Aktuell bietet die Raiffeisen Bausparkasse bei der Sofortfinanzierung einen Zinssatz von 1,9 Prozent fix für 18 Monate und danach 3 Prozent auf 20 bis 25 Jahre. Effektiv bedeute die Verzinsung von 3,2 bis 3,3 Prozent einen historischen Tiefstwert, so Rainbacher. Angesichts der jüngsten Leitzinserhöhung im Euroraum werde man nicht kurzfristig an der Zinsschraube nach oben drehen. "Mit Jahresbeginn 2006 sind keine Änderungen geplant, wir bleiben bei diesen Konditionen, auch beim Sparen", sagte Rainbacher. Im kommenden Jahr sei aber ein leichter Trend nach oben anzunehmen.

Bei den Spareinlagen liegt die Raiffeisen Bausparkasse leicht über Plan. 243.000 Neuabschlüsse wurden bis Ende November registrierte, bis Jahresende sollen es knapp 300.000 werden, ein Plus von 2,5 Prozent zum Vorjahr.

Aktuell verfügt die Raiffeisen Bausparkasse über einen Einlagenbestand von 5,9 Mrd. Euro und Ausleihungsbestand von 4,8 Mrd. Euro. Die freien Mittel belaufen sich demnach noch auf über 1 Mrd. Euro. (APA)

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