Niederösterreichisches "Frauentelefon" in Betrieb

12. Dezember 2005, 13:17
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Projekt soll vor allem Frauen im ländlichen Raum zugute kommen

Wien - In Wien gaben am Montag Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (V), Landesrätin Johanna Mikl-Leitner (V) und Ernst Strasser, Präsident des Österreichischen Hilfswerks, den Startschuss für das "NÖ Frauentelefon". Ab Dienstag, 13. Dezember sind unter der Telefonnummer 0800/800 810 werktags zwischen 8.00 und 17.00 Uhr acht erfahrene PsychologInnen und SozialarbeiterInnen erreichbar.

Probleme aller Art

Wie der NÖ Landespressedienst in einer Aussendung mitteilte, soll die verbale Einrichtung jenen Frauen, die Beratung suchen, zur Verfügung stehen. Das Telefon gilt als anonyme Anlaufstelle für Probleme aller Art. So können sich beispielsweise Frauen, die mit Gewalt in der Familie, mit sexueller Belästigung bzw. Missbrauch oder auch mit einer Scheidung konfrontiert sind, an die BeraterInnen wenden. In erster Linie soll dieses Angebot Frauen im ländlichen Raum zugute kommen, die anonym bleiben wollen.

Vorteil Anonymität

"Dieses Frauentelefon soll ein erster Schritt zur Unterstützung sein, das verschiedene Vorteile in sich vereint. So können Frauen hier anonym bleiben, es bedarf nur eines sehr geringen Zeitaufwandes und die Beratung ist leicht zu organisieren. Ein Wunsch ist, dass mit diesem Telefon Frauen aus der Sackgasse geholfen werden kann", erklärte Mikl-Leitner.

Rauch-Kallat hielt fest, dass es ein "Frauentelefon" in dieser Art bisher nicht gegeben hätte und dass diese Einrichtung eine wichtige Initiative auf Landesebene darstelle, die Frauen in allen Teilen Niederösterreichs schnelle Hilfe biete. Strasser betonte, dass das neue Frauentelefon eine "unbürokratische Anlaufstelle" sei und die Angebotspalette des NÖ Hilfswerks komplettiere. (APA)

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