Ex-US-Vizepräsident Gore startet mit Internet-TV auch in Österreich

13. Dezember 2005, 12:34
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"Current-TV" soll den Zuseher zum Mediengestalter machen - Online-Sender zahlt rund 400 Euro pro ausgestrahltem Zuschauer-Video

Im August des heurigen Jahres hatte der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore (Bild) den Internet-Fernseh-Sender "Current TV" gegründet, nun wird das Programm auch in Österreich angeboten. Der Unterschied zu einem "herkömmlichen" Fernsehsender liegt im Inhalt: Es wird zu einem Viertel von den Zuschauern selbst gemacht und besteht aus kurzen Videos. Den Rest produzieren die 200 Mitarbeiter des Internet-Senders.

Kooperation mit Google

Bei der halbstündigen Nachrichtensendung wird mit der weltgrößten Internetsuchmaschine Google kooperiert. Was dort besonders oft abgefragt wird, bestimmt auch die Nachrichten, so Current-TV-Vertreter Mark Goldmann am Montag vor Journalisten in Wien. Zielgruppe von Current-TV sind Personen zwischen 18 und 34 Jahren, derzeit erreicht der Sender 20 Mio. Haushalte. Allerdings wird "Current-TV" in den USA nicht einzeln angeboten, sondern in einem Paket verschiedenster Sendungen. Für dieses Sendepaket bezahlen die Fernsehzuschauer. Current-TV wiederum bezahlt für jede ausgestrahlte Einsendung rund 500 Dollar (424 Euro) - der exakte Betrag hängt vom Erfolg des Videos ab.

"Buntes Fernsehen"

Current-TV befindet sich in Besitz von zwei Private Equity-Fonds und 21 weiteren Investoren aus der Medienbranche. Geschäftszahlen wollte Goldmann keine nennen. Kooperationspartner in Österreich ist die Telekom Austria, die mit dem Projekt "Buntes Fernsehen" in der oberösterreichischen Gemeinde Engerwitzdorf" bereits in der TV-Zukunft aktiv ist. Die Bürger des Ortes sind seit eineinhalb Jahren selber Medienmacher und können mitbestimmen, was sie zu sehen bekommen.(APA)

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