Heimische Tanklager laut OMV sicher

12. Dezember 2005, 19:51
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Vier Standorte in Österreich - Größter im Ölhafen Lobau: Mehr als eine Million Kubikmeter Treibstoff deponiert

Wien - Nach der Explosion eines Tanklagers bei London am Sonntag stellt sich nun auch die Frage nach der Sicherheit der heimischen Treibstoff-Depots. Laut OMV sind die vier größten - im Ölhafen Lobau in Wien, in Graz, Lustenau und St. Valentin - optimal vor ähnlichen Katastrophen geschützt bzw. darauf vorbereitet. Auch die Raffinerie in Schwechat stelle keinerlei Gefahr für den unmittelbar benachbarten Flughafen Wien dar.

Permanente Schulungen der Sicherheitskräfte, integrierte Löschanlagen, von einander abgeschottete Bereiche, Alarmpläne und eine ständige Evaluierung der jeweiligen Situation vor Ort gehören nach Angaben von OMV-Sprecher Thomas Huemer zur "Basisausstattung". So sind etwa im Ölhafen Lobau, wo mehr als eine Million Kubikmeter Treibstoff lagern, insgesamt 50 Personen ausschließlich für die Aufrechterhaltung der Sicherheit verantwortlich.

Sicherheitsstandards auf "internationalem Top-Niveau"

Neben der ständigen internen Kontrolle werden die vier Depots auch jährlich vom TÜV überprüft. "Außerdem haben wir sämtliche ISO-Zertifizierungen", so der OMV-Sprecher, der die heimischen Sicherheitsstandards auf "internationalem Top-Niveau" sieht. Große Mengen Treibstoff lagern auch in St. Valentin (300.000 Kubikmeter), Graz (7.000 Kubikmeter) und Lustenau (6.000 Kubikmeter).

Die Raffinerie in Schwechat wird von 150 Sicherheitsexperten und Mitgliedern der ansässigen Betriebsfeuerwehr überwacht. Die unmittelbare Nähe zum Flughafen Wien macht dort niemanden nervös. Huemer: "Die Einflugschneisen der Flugzeuge verlaufen nicht über die Raffinerie. Diese steht nun schon seit den sechziger Jahren und es hat diesbezüglich noch nie einen gefährlichen Zwischenfall gegeben."

Für einen Einsatz am Areal eines Tanklagers benötigt man eine Spezialausbildung. Die Schulung beinhaltet nicht nur das "Allround-Programm", sondern bereitet die Mitarbeiter auf die Anforderungen auf konkrete Objekte vor. Dennoch muss permanenter Kontakt zur Feuerwehr gehalten werden. Huemer: "Die Sicherung der Treibstoff-Depots soll auf keinen Fall zur Routine werden." (APA)

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