OPEC-Ölpreis am Freitag gestiegen

15. Dezember 2005, 10:14
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Korbpreis vor Kuwait-Konferenz nun bei fast 54 Dollar - US-Ölpreis wieder knapp bei 60-Dollar-Marke

Wien - Der OPEC-Ölpreis ist am Freitag - unmittelbar vor dem Ölminister-Treffen des Kartells am Montag in Kuwait - um rund einen Dollar auf fast 54 Dollar pro Barrel angestiegen. Der Korbpreis legte innerhalb eines Tages von 52,94 auf 53,95 Dollar (45,78 Euro) zu, wie das Sekretariat der Organisation am Montag in Wien bekannt gab.

Vergangene Woche kostete OPEC-Öl im Schnitt 52,65 Dollar pro Fass, nach 50,13 Dollar in der Woche davor, wurde weiter mitgeteilt. Im November kostete OPEC-Öl 51,29 Dollar, im Oktober 54,63 Dollar, im 4. Quartal bisher 52,76 Dollar, seit Jahresanfang bisher 50,52 Dollar.

Fördermengen sollen beibehalten werden

Ihre Fördermenge will die OPEC voraussichtlich auf dem derzeitigen Rekordhoch belassen, um die Ölpreise zu Beginn der Heizsaison unter Kontrolle zu behalten. OPEC-Präsident Scheich Achmed al-Fahd al-Sabah sagte, ein entsprechender Vorschlag sei bei den anderen Ölministern auf Zustimmung gestoßen.

Bei dem OPEC-Treffen am Montag wird es damit voraussichtlich keine Diskussion über eine mögliche Drosselung der Produktion geben. Vielmehr werde dazu wohl für Ende Jänner oder Anfang Februar eine Sondersitzung anberaumt, sagte Scheich Ahmad, der Ölminister Kuwaits ist.

Die OPEC-Fördermengen sind mit 30 Millionen Barrel pro Tag derzeit auf dem höchsten Stand seit 25 Jahren und bewegen sich am Rande der Kapazitätsgrenzen. Einige OPEC-Mitglieder fürchten, dass eine zu hohe Produktion zu einem Preisverfall im Frühling führen könnte, wenn der Bedarf an Heizöl nachlässt.

US-Ölpreis wieder knapp bei 60 Dollar

Der US-Ölpreis legte Montagfrüh wieder auf knapp 60 Dollar pro Fass zu, nachdem er Ende vergangener Woche deutlich nachgegeben hatte. Händler führten dies auf Gewinnmitnahmen zurück, nachdem die Notierungen zuvor am Freitag auf ein Fünf-Wochen-Hoch geklettert waren. US-Rohöl wurde am Vormittag 36 Cent teuerer zu 59,75 Dollar (50,70 Euro) gehandelt, während die Nordsee-Sorte Brent 49 Cent auf 57,80 Dollar (49,0 Euro) je Fass zulegte.

Experten zufolge standen die Märkte auch unter dem Schock der Explosionsserie in einem Treibstoff-Depot in Großbritannien am Sonntag. "Selbst wenn es ein Unfall war, schürt das die Ängste vor Terroranschlägen auf Ölanlagen", sagte Tony Nunan vom Risikomanagement der Mitsubishi Corp. (APA/Reuters)

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