Heraf neuer Trainer des FC Superfund

30. Dezember 2005, 11:02
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Erste Trainerstation in der höchsten Spielklasse

Pasching - Längst ist sein Name durch das Waldstadion gegeistert. Seit Montag ist es fix: Schwanenstadt-Coach Andreas Heraf wird neuer Cheftrainer beim österreichsichen Fußball-Bundesligisten FC Superfund Pasching. Der 38-jährige Ex-Internationale tritt ab 2. Jänner freilich in große Fußstapfen, beerbt er doch im Winter Erfolgscoach Georg Zellhofer, der zu Meister Rapid abgewandert ist. Zellhofer hatte Pasching seit 1996 aus der zweiten Landesliga bis in die höchste Spielklasse und in den UEFA-Cup geführt.

"Wir erhoffen uns von ihm ähnliche Erfolge wie unter Herrn Zellhofer. Das trauen wir ihm auch zu", versicherte Pasching-Präsident Franz Grad, der es als die Legitimierung des Linzer Vorstadtklubs in der Bundesliga sieht, jungen Österreichern - "Spielern wie Trainern" - eine Chance zu geben. "Er ist ein junger, dynamischer Mann, der auch eine entsprechende Ausbildung vorzuweisen hat. Wir wollen ihm die Chance geben, seinen Ehrgeiz auszuleben und sich ins Rampenlicht zu stellen", meinte Grad.

Die Oberösterreicher sind bereits seit rund einem Jahr mit Heraf in Kontakt gestanden, was eine dementsprechend schnelle Reaktion nach dem fest stehenden Abgang Zellhofers möglich machte. Mit dessen Co-Trainer Helmut Kraft, der die Paschinger als Interims-Coach in der Liga zu zwei Siegen und zwei Niederlagen geführt hatte, sei langfristig ohnehin nie geplant worden. "Der erste Offizier wird auch nicht Kapitän desselben Schiffes", bediente sich Spediteur Grad einer Seefahrer-Weisheit.

So soll Jungtrainer Heraf, der seine größten Erfolge als Aktiver von 1994 bis 1999 mit Rapid (Meistertitel, Europacup-Finale) gefeiert hatte den guten fünften Tabellenplatz der Paschinger im Frühjahr halten. "Die Planung steht größtenteils noch aus der Ära Zellhofer/Kraft, der Kaderspielraum ist gering", erklärte Präsident Grad.

Umso mehr wird sich Heraf bei seiner ersten Trainerstation in der höchsten österreichischen Spielklasse profilieren müssen. "Die Bundesliga war immer mein Ziel", erklärte der Wiener, der in den vergangenen Jahren bei Austria Lustenau (Vizemeister 2004) und zuletzt bei SC Schwanenstadt in der Red-Zac-Liga erfolgreich Erfahrung gesammelt hat. Die nächste Stufe, die der 38-Jährige auf der Karriereleiter erklimmen will, ist ein Engagement im Ausland. Im Sommer war beinahe ein Vertrag mit dem Schweizer Traditionsklub FC St. Gallen zu Stande gekommen.

Das aktuelle Ziel heißt allerdings FC Superfund Pasching. Vertragsdetails wurden vorerst zwar nicht bekannt gegeben, Heraf ("Wenn man anständig arbeitet, wird man dafür belohnt") soll aber an seine anständigen Erfolge aus Schwanenstadt anschließen. Den Zweitliga-Aufsteiger, der als möglicher Kooperationspartner von Pasching im Raum steht, übergibt der Ex-Nationalspieler als Tabellen-Siebenten.(APA)

  • Neuer Mann in Pasching: Andi Heraf.

    Neuer Mann in Pasching: Andi Heraf.

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