Querschnitt durch das Werk Kurt Krens zu sehen

18. Dezember 2005, 19:36
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Filmreihe "Snapspots" würdigt Pionier des österreichischen Avantgarde-Films

Wien - Unter dem Titel "Kurt Kren: Snapspots" präsentiert der Verleih Sixpackfilm von Mittwoch (14.12.) bis Freitag (16.12.) im Wiener Top Kino einen Querschnitt durch das Werk des 1998 verstorbenen Filmemachers, der zu den Pionieren des österreichischen Avantgarde-Films zählt.

Krens erste Experimentalfilme auf 8-Millimeter, die er ab 1952 unter anderem mit Konrad Bayer drehte, sind allesamt verloren. Ab 1957 drehte er auf 16-Millimeter mit so genannter serieller Montagetechnik. Zusammen mit Peter Kubelka, der auch Krens erste Filmvorführung 1961 in der Wiener Galerie nächst St. Stephan organisierte, gilt er als Richtung weisender Vertreter des Strukturellen Films. Zu seinen wichtigsten Arbeiten zählen seine Aktionisten-Filme wie "Mama und Papa" (Materialaktion Otto Mühl, 1964) oder "Ana" (Aktion Brus), "48 Köpfe aus dem Szondi-Test" (1960) und "tausendjahrekino" (1995).

Die Werkschau im Top Kino spannt einen Bogen von den verstörenden Aufnahmen eines Vietnamkrieg-Posters in "Western" (1970) bis zu den Titel gebenden "Snapspots" (1996) unzähliger Wien-Besucher, die sich vor der Statue von Johann Strauß ablichten ließen. Insgesamt werden in der dreitägigen Retrospektive 17 Filme gezeigt, darunter "Keine Donau" (1977), mehrfach belichtete Ansichten eines Hinterhofs, "No Film" (1983), das Dokument einer Schaffenskrise, und "Falter 2" (1990), ein Werbefilm für das gleichnamige Stadtmagazin. (APA)

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