DreamWorks-Kauf durch Paramount angeblich bereits perfekt

18. Dezember 2005, 15:53
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Kaufpreis laut Presseberichten eine Milliarde Dollar

Die Hollywood-Studios Paramount Pictures, Los Angeles, eine Tochtergesellschaft des New Yorker Medienkonzerns Viacom Inc, und Dreamworks SKG gehen zusammen. Darauf haben sich die beiden Unternehmen Presseberichten zufolge in der Nacht zum Sonntag verständigt. Für DreamWorks aus Glendale (Kalifornien) hatte auch die General Electric Company (GE) beziehungweise deren Filmtochter NBC Universal geboten.

Eine Milliarde Dollar

Paramount zahle for DreamWorks etwa eine Milliarde Dollar (849 Mio. Euro) und werde außerdem Schulden in Höhe von bis zu 600 Millionen Dollar übernehmen, hieß es. Die Gründer der fast 12 Jahre alten Firma sind Starregisseur Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen.

Fremdinvestoren

Paramount hatte seine Bemühungen um DreamWorks am Freitag nicht weiter verfolgt, da Viacom die Übernahme nicht allein finanzieren wollte. Paramounts erneutes Interesse für DreamWorks kam deshalb überraschend. Der Grund sei, dass Fremdinvestoren gefunden wurden, die den Bärenanteil des Übernahmepreises aufbringen.

Für die finanziell schwache Paramount ist die Zusammenlegung mit DreamWorks wichtig, um den vom neuen Chef Brad Grey eingeleiterten Turnaround erfolgreich durchzuführen. Der 47 Jahre alte Grey löste zu Beginn des Jahres Sherry Lansing ab.

"Shrek" und Co.

DreamWorks ist unter andererm bekannt für die Filme "Saving Private Ryan" und "American Beauty". Mit der Übernahme von DreamWorks würde sich die Zahl der für 2006 geplanten Filme fast verdoppeln. Paramount würde eine 60 Filme umfassende Filmbibliothek kaufen und zudem die Rechte für den Vertrieb von Filmen der börsennotierten DreamWorks Animation SKG erwerben. Diese Firma produziert Zeichentrickfilme wie "Shrek".

Spaltung

Paramount will den Berichten zufolge 200 Millionen Dollar in den Kauf investieren, bisher nicht genannte Fremdinvestoren stellten 800 Millionen Dollar zur Verfügung. Viacom-Chef Sumner Redstone, 82, hatte die Fremdfinanzierung zur Voraussetzung gemacht, weil er dabei ist, das Unternehmen in zwei Teile zu spalten. Die eine umfasst Paramount und MTV Networks, die andere CBS und den Sender Infinity. Mit Kasseneinnahmen in Höhe von 792,2 Millionen Dollar steht Paramount an sechster Stelle. DreamWorks ist mit 499 Millionen Dollar die Nummer sieben.(APA)

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    Der letzte Film von Dreamwork - Das neue Abenteuer von Wallace & Gromit.

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