Deutsche Riesch erneut schwer verletzt

14. Dezember 2005, 10:34
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Kreuzbandriss nach Sturz beim RTL in Aspen - Saison vorbei - Pechsträhne bei Deutschen geht weiter

Aspen - Für Maria Riesch ist die Olympia-Saison vorzeitig vorbei. Die 21-Jährige hat sich am Samstag (Ortszeit) beim Sturz im Weltcup-Riesentorlauf von Aspen einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen. Riesch fliegt bereits am Sonntag nach Hause.

Der Verband des Team-Weltmeisters Deutschland kommt damit aus den Katastrophenmeldungen im Alpinsektor nicht heraus. "Das ist extrem frustrierend. Zuerst Hilde Gerg, jetzt auch noch Riesch, damit sind die beiden Zugpferde weg", sagte DSV-Damenchef Wolfgang Maier nach der MRI-Untersuchung im Krankenhaus von Aspen. Gerg hatte erst im November ihren Rücktritt erklärt, nachdem sich die beste deutsche Abfahrerin beim Training in Copper Mountain ebenfalls eine schwere Knieverletzung zugezogen hatte.

Bei den Herren hatten vor der Saison mit Florian Eckert und Max Rauffer die zwei stärksten DSV-Abfahrer ihre Karriere beendet. Betroffen davon sind auch die zahlreichen österreichischen DSV-Trainer. Mathias Berthold ist Technik-Coach von Riesch, Werner Margreiter DSV-Herrenchef und Walter Hlebayna Abfahrts-Herrencoach. Sepp Hanser betreut die Herren-Slalom und RTL-Gruppe.

Schwarze Serie

Riesch zog sich bei ihrem Sturz neben dem Riss des vorderen Kreuzbandes auch noch einen Meniskusschaden sowie Knorpelverletzungen und eine Knochenstauchung im linken Knie zu. Das 21-jährige Supertalent aus Partenkirchen, das bis auf den Riesentorlauf in bereits allen alpinen Einzeldisziplinen Siege gefeiert hat, hat sich damit in den vergangenen 13 Monaten mehrere Verletzungen zugezogen.

Im November 2004 hatte sich die Gesamtweltcup-Dritte der Saison 2003/04 eine Fraktur in der Schulter zugezogen, im Jänner dieses Jahres folgte ein Kreuzbandriss im rechten Knie, der einen Verzicht auf die WM in Bormio erzwang. Deutschland war damals aber trotzdem Team-Weltmeister geworden. Auf dem Weg zu ihrem Comeback warf sie im September zudem eine in Neuseeland erlittene Schienbeinkopf-Verletzung zurück und beim Oktober-Training in Sölden hatte sich Riesch auch noch einen Mittelhandknochenbruch zugezogen, der aber geheim gehalten worden war.

"Maria hatte jahrelang extremes Glück, jetzt kommt es eben extrem dick zurück", sagte Maier in Aspen. "Es ist natürlich frustrierend, wenn du die zwei besten Leute verlierst. Jetzt ist nur noch Martina Ertl da", meinte Maier weiter. "Wir dürfen deshalb aber nicht in ein Dauerloch fallen, sondern müssen im Verband eben neue Nivellierungen einführen. Wenn es nach unten geht, geht es irgendwann auch wieder rauf." (APA)

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