Fantastische Laure Manaudou

25. Juli 2006, 14:53
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Französin holte über 100 m Rücken zweites Gold und stellte erneut famosen Weltrekord auf - Tolle Zeiten im Triester Becken

Triest - Die Rekordflut bei der Schwimm-Kurzbahn-EM in Triest hat sich auch am Samstag fortgesetzt. Die Französin Laure Manaudou über 400 m Kraul sowie die niederländische Lagen-Staffel der Damen sorgten für Weltbestleistungen, der Russe Jurij Prilukow im 1.500-m-Kraul-Marathon sowie der Italiener Filippo Magnini über 100 m Kraul für zusätzliche Europarekorde. Damit gab es bisher 7 Weltrekorde und in Summe 11 Europarekorde.

Manaudou ist schon vor dem Schlusstag die bestimmende Athletin dieser Titelkämpfe. Nach Gold über 800 m Kraul in Weltrekordzeit und Gold auch über 100 m Rücken, nahm die 19-Jährige der bisherigen US-Weltrekordlerin Lindsay Benko in fantastischen 3:56,79 Minuten 2,74 Sekunden ab und drückte damit ihren erst sechs Tage alten Europarekord auf der zweitlängsten Damen-Kraul-Strecke weit unter vier Minuten.

Das niederländische 4x50-m-Quartett bewältigte seine Distanz in 1:47,44, die bisherige Weltbestzeit war ebenfalls von Niederländerinnen bei der Vorjahres-EM in Wien in 1:48,21 fixiert worden. Prilukow gewann die 1.500 m mit seinem bereits zweiten Triest-Europarekord nach jenem über 400 m Kraul. 14:27,12 Minuten bedeuteten eine Verbesserung seiner zwei Jahre alten Europa-Bestleistung um 4,7 Sekunden.

Erstes Gold für Italien

Magnini erntete mit seinen 46,52 Sekunden den großen Jubel der rund 2.000 Zuschauer, bescherte er doch dem Gastgeberland das erste Gold dieser EM. Drei Hundertstel zwackte der 23-Jährige noch von seinem Europarekord aus dem Semifinale vom Vortag ab. Auf den gemeinsam vom US-Amerikaner Ian Crocker und dem Südafrikaner Roland Schoeman gehaltenen Weltrekord fehlten dem Lokalmatador 27/100.

Zwei weitere EM-Rekorde fielen ebenfalls. Der Ukrainer Oleg Lisogor sicherte sich den Titel über 50 m Brust zum bereits fünften Mal in Folge, in 26,67 enteignete er den deutschen Langbahn-Weltmeister Mark Warnecke der Bestleistung (26,70/1998). Über 200 m Delfin verpasste der siegreiche Pole Pawel Korzeniowski in 1:50,89 den Welt- und Europarekord des Franzosen Franck Esposito um nur 16 Hundertstel, verbesserte den EM-Rekord um 1,11 Sekunden.

Im Rücken-Sprint-Finale der Damen setzte sich nach dem Semifinal-Out der Österreicherinnen Fabienne Nadarajah (12.) und Marilies Demal (13.) die Dänin Louise Oernstedt in 27,26 Sekunden durch. Für Hanna-Maria Seppälä machte sich der Verzicht auf das Semifinale über 100 m Delfin zu Gunsten der Wienerin Birgit Koschischek bezahlt. Drei Tage vor ihrem 21. Geburtstag siegte die Finnin über 100 m Lagen in 1:00,71 Minuten. (APA)

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