"Tag der Menschenrechte": U2 und tschetschenische Aktivistin geehrt

12. Dezember 2005, 08:39
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"Für die Armen, die Machtlosen und die Unterdrückten" eingesetzt

Weimar/London - Die irische Band U2 und die tschetschenische Menschenrechtsaktivistin Libkan Bazajewa sind am "Tag der Menschenrechte" für ihr politisches Engagement geehrt worden. Die Rockgruppe um den Sänger Bono habe ihre Musik 21 Jahre lang mit dem Kampf für die Menschenrechte verbunden, teilte amnesty international am Samstag in London mit. U2 habe sich "mehr als jede andere Rockgruppe" für die Achtung der Menschen und ihrer unveräußerlichen Rechte engagiert, sagte Generalsekretärin Irene Khan bei der Verleihung des Preises "Botschafter des Gewissens" (Ambassador of Conscience Award).

"Für die Armen, die Machtlosen und die Unterdrückten"

"Sie haben nicht nur Millionen mit ihrer Musik inspiriert, sondern sich auch immer für die Armen, die Machtlosen und die Unterdrückten eingesetzt", hieß es. Mit Songs wie "Pride (In The Name Of Love)", "Miss Sarajevo" oder "Walk On" habe die Band die politische Botschaft von Amnesty International musikalisch weltweit verbreitet.

Gewaltfreie Lösung

Die Tschetschenin Bazajewa erhielt für ihren Einsatz für eine gewaltfreie Lösung in der Kaukasus-Region den Menschenrechtspreis der thüringischen Stadt Weimar. Jenseits der Fronten von Terrorismus und Krieg engagiere sie sich für Menschlichkeit und den Wiederaufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen, sagte der parteilose Oberbürgermeister Volkhardt Germer. Bazajewa sollte den mit 2500 Euro dotierten Preis am Abend erhalten.

Die 56 Jahre alte Pazifistin ist Gründerin des Zentrums "Frauenwürde" in Grosny sowie Vorsitzende der Menschenrechts-Organisation "Memorial" und der "Vereinigung der Frauen des Nordkaukasus". Sie dokumentiert Schicksale von Tschetschenen, die vom Militär ermordet, erniedrigt und entführt werden. (APA/dpa)

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