Schwarzenegger: "Schwierige Entscheidung" im Fall Williams

11. Dezember 2005, 22:32
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Kaliforniens Gouverneur muss über Gnadengesuch entscheiden - "Schreckliche Situation"

Sacramento - Der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat die Entscheidung über das Gnadengesuch des Todeskandidaten Stanley "Tookie" Williams als sehr schwierig bezeichnet. Es sei eine "schreckliche Situation", darüber entscheiden zu müssen, ob ein verurteilter Mörder wie Williams von der Todesstrafe verschont werden könne, sagte der ehemalige Bodybuilder und Hollywood-Star am Freitag vor Journalisten in Sacramento. "Man muss in der Sache offen sein, und jeden Fall gesondert betrachten", betonte Schwarzenegger, der in seiner Amtszeit bereits zwei Gnadengesuche von Todeskandidaten abgelehnt hat.

Am Freitag hatten Staatsanwaltschaft und Williams' Anwälte Schwarzenegger bei einer letzten Anhörung zu dem Fall noch einmal ihre Argumente vorgetragen. Der 51-Jährige ist wegen vierfachen Mordes verurteilt und soll am kommenden Dienstag durch eine Giftinjektion hingerichtet werden. In dem Gnadengesuch argumentieren Williams Anwälte, dass dieser im Gefängnis ein anderer Mensch geworden sei. Der einstige Gründer der brutalen "Crips"-Bande predigt heute Gewaltlosigkeit und hat zahlreiche Bücher verfasst, in denen er vor den Gangs warnt. Er wurde mehrfach für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen und wird auch von zahlreichen Stars aus der Musik- und Filmbranche unterstützt. (APA)

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