USA verteidigen beschränkten Zugang des Roten Kreuzes zu Gefangenen

13. Dezember 2005, 14:10
3 Postings

Außenamtssprecher: Bei Al-Kaida-Mitgliedern keine rechtliche Notwendigkeit

Washington - Die USA wollen dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) keinen Zugang zu allen Gefangenen in US-Gewahrsam gewähren. Vom Zugang ausgeschlossen seien jene Häftlinge, die eine solche Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellten, so dass außergewöhnliche Umstände geltend gemacht werden müssten, sagte Außenamtssprecher Adam Ereli am Freitag in Washington. Ereli wollte keine Angaben machen, um wie viele Gefangene es sich dabei handelt.

Es bestehe keine rechtliche Notwendigkeit, dem IKRK Zugang zu Mitgliedern des Terrornetzwerks Al-Kaida zu gewähren, weil diese Terroristen seien und laut den Genfer Konventionen weder unter die Kategorie Kriegsgefangene noch unter geschützte Personen fielen, sagte Ereli. Obwohl die USA nicht dazu verpflichtet seien, gewährten sie dennoch Zugang zur großen Mehrheit dieser Gefangenen.

Nach den Worten des Sprechers respektieren die USA das Mandat und die Rolle des Roten Kreuzes. Details der Gespräche mit dem IKRK würde aus Gründen des Vertraulichkeitsschutzes nicht öffentlich diskutiert. (APA)

Share if you care.