Gerichtsverhandlung im Herbst "realistisch"

16. Dezember 2005, 10:21
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Anwälte: Gemeinsam mit dem Fall der kroatischen Generäle Cermak und Markac verhandeln

Zagreb - Der Fall des festgenommenen kroatischen Generals Ante Gotovina könnte mit mit dem Fall der Generäle Ivan Cermak und Mladen Markac, die die sich im März vergangenes Jahres dem UNO-Tribunal in Den Haag gestellt haben, zusammengelegt werden. Dies erklärten die Anwälte von Cermak und Markac laut der kroatischen Tageszeitung "Vecernji list" (Freitag-Ausgabe). Den Beginn des gemeinsamen Gerichtsverfahrens erwarten sie im Herbst nächstes Jahres.

"Es geht um eine Angelegenheit, um die selben Tatsachen und selben Zeugen. Man kann erwarten, dass das UNO-Tribunal das (Zusammenlegung der Fälle) erlauben wird", sagte Cedo Prodanovic, der Anwalt Cermaks. Markac und Cermak sind ebenso wie Gotovina wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen während und nach der Operation "Sturm" zur Rückeroberung der von den Serben kontrollierten Krajina im Jahr 1995 angeklagt.

Beginn im Herbst 2006 "realistisch"

Auch der Anwalt von Markac, Goran Mikulicic, erwartet einen gemeinsamen Prozess. "Realistisch zu erwarten ist der Beginn der Gerichtsverhandlung im Herbst 2006", so Mikulicic. Der Beginn der Gerichtsverhandlung für Cermak und Markac wurde bisher noch nicht festgesetzt.

Die Anklage gegen Gotovina wurde im Juni 2001 erhoben. Seither war er auf der Flucht. Markac und Cermak wurden im März 2004 angeklagt. (APA)

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