Organisationstypen

12. Dezember 2005, 11:28
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Sieben Profile nach Booz Allen Hamilton

Angelehnt an die Struktur der menschlichen DNA bestehe auch die Unternehmens-DNA aus vier sich immer wieder verbindenden Säulen, sagt Helmut Meier, Senior Vice President, Senior Partner und Chef des Wiener Büros von Booz Allen Hamilton.

Struktur, Entscheidungsfindung, Motivation und Informationsprozesse bestimmen über Bild und Verhalten des Unternehmens, dies nach innen wie nach außen. Je nachdem, wie die vier genannten Komponenten zueinander stehen, so die Studienverfasser, ergeben sich "gesund und gut" bzw. "ungesund und ineffizient" organisierte Unternehmenstypen, die aus 50.000 während der Umfrage abgegebenen Unternehmensprofilen aus 23 Branchen und rund 100 Ländern erstellt worden sind.

Gesund und gut organisiert sind:

1. Die flexible Organisation (17 Prozent):

Schnelle Reaktion auf externe Veränderungen, ohne dabei die Unternehmensstrategie aus den Augen zu verlieren.

2. Die Just-in-Time-Organisation (zehn Prozent):

Stets auf Veränderungen vorbereitet, bewahrt den Überblick.

3. Die militärische Organisation (vier Prozent):

Häufig durch kleine, engagierte Teams geführt, erfolgreich durch effiziente Geschäftsmodelle und Entscheidungskraft.

 

Ungesund und ineffizient organisiert sind:

1. Die passiv-aggressive Organisation (27 Prozent):

Nach außen hin konsensbereit scheinend, verändert sich jedoch nichts.

2. Die schwerfällige Organisation (zehn Prozent):

Keine eindeutige Entscheidungsinstanz vorhanden, zu groß und komplex, um von einem kleinen Team gelenkt zu werden.

3. Die unkoordinierte Organisation (acht Prozent):

Gekennzeichnet durch talentierte und motivierte Mitarbeiter, die aber selten in dieselbe Richtung ziehen.

4. Die überverwaltete Organisation (neun Prozent):

Mehrere Management-Ebenen wirken lähmend und bürokratisch. (haa, Der Standard, Printausgabe 10./11.12.2005)

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