Infineon Austria setzt auf F&E-Standort Österreich

18. Dezember 2005, 15:53
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Jahresabschluss weist Plus bei Umsatz und EGT auf

Infineon Technologies Austria AG hat Freitag, seine Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2005 (Oktober 2004 - September 2005) vorgelegt. Beim Umsatz verbuchte das Unternehmen eine Steigerung um 31,6 Prozent auf 918 Mio. Euro. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) konnte trotz hoher Investitionen und den Kaufauswirkungen des Geschäftsbereiches "Power Management & Supply" ebenfalls ein Zuwachs verbucht werden. Mit 46,4 Mio. Euro (plus 16 Prozent) weist das Unternehmen ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahresabschluss auf.

"Wir wollen unsere Gesamtstrategie, mit hochwertigen Arbeitsplätzen in der Produktion wettbewerbsfähig zu bleiben, beibehalten und weiter ausbauen", meint Vorstandsvorsitzender Reinhard Ploss im Gespräch mit pressetext. Den Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) habe man im abgelaufenen Jahr von 153 auf 181 Mio. Euro sowie mit rund 100 zusätzlichen Mitarbeitern weiter aufgestockt, jetzt gelte es diesen Weg fortzuführen, so Ploss weiter. Aktuell ist etwa ein Viertel der im Unternehmen Beschäftigten im Bereich F&E tätig.

Mit der strategischen Verbindung von F&E und Produktion will sich das Unternehmen gegenüber den Industrien aus den Niedriglohnländern positionieren und seine Standorte in Österreich längerfristig sichern. "In Österreich herrscht nicht zuletzt durch die steuerlichen Rahmenbedingungen eine forschungsfreundliche Atmosphäre", ist Ploss überzeugt. Sowohl im Bereich kontaktlose Chiptechnologie (z. B. Mixed-Signal-Analog-Chip) als auch bei Anwendungen im Automotive Bereich könne das Unternehmen auf weltweite Innovationserfolge verweisen, die laut Ploss auch außerhalb des Konzerns äußerst positiv beurteilt würden.

Nach der Eröffnung eines neuen F&E-Zentrums in Villach im Juli diesen Jahres, das Teile der Geschäftsbereiche Automotive, Industrial und Multimarket (AIM) vereint, konzentriert sich Infineon Austria derzeit auf den Ausbau des eigenen Development Centers in Graz. Dieses entwickelte in der Vergangenheit unter anderem jene Chips, die in zahlreichen weltweiten Projekten wie etwa bei Reisepässen oder E-Cards eingesetzt werden. Andere Entwicklungen umfassten den kontaktlosen Zutritt zum Auto, Reifendruck-Kontrolle sowie elektronische Tickets für den öffentlichen Personenverkehr oder Veranstaltungen. (pte)

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