Nur wenige Smog-Tage in Linz

13. Dezember 2005, 09:03
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Eine EU-Untersuchung zur Lebensqualität in Städten räumt mit Vorurteilen auf

Wo leben die am besten ausgebildeten Europäer? Nicht in Oxford oder Cambridge, wie viele vermutlich spontan antworten würden, sondern in Paris. Das ist das Ergebnis einer von EU-Regionalkommissarin Danuta Hübner in Brüssel präsentierten Studie über urbane Räume, die mit einigen Vorurteilen aufräumt und als Vorlage für ein Europaquiz dienen könnte.

Gebildet in Paris

Demnach haben 37 Prozent der Pariser einen Universitätsabschluss. Das ist achtmal so viel wie auf der zu Malta gehörenden Insel Gozo, wo es die geringste Zahl von Universitätsabsolventen gibt.

Welche EU-Bürger laufen gemäß der Erhebung am ehesten Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden? Alle, die sich in Liège, der französischsprachigen Stadt in Belgien in der Nähe der deutschen Grenze aufhalten. Denn dort ist mit 256 Verbrechen pro 1000 Ein 3. Spalte wohner die Kriminalitätsrate am höchsten. Am sichersten ist ein Aufenthalt in der zypriotischen Stadt Lefkosia, wo nur sieben Verbrechen pro 1000 Einwohner passieren.

Zum Vergleich die österreichischen Städte Wien, Graz und Linz, die in der EU-Studie erfasst worden sind: In Linz liegt die Rate bei 100,83 Verbrechen pro 1000 Einwohner, in Graz bei 85,6 und in Wien lediglich bei 29,39. Daten für den Bildungsbereich gab es keine aus Österreich.

Smog in Graz

Die EU-Studie räumt auch mit dem Vorurteil auf, dass es in Linz eine schlechte Luftqualität gebe. So wird die Zahl der Sommertage mit Smog, an denen die Ozonwerte überschritten wird, mit 16 für Linz angegeben. In Wien sind es 42 und in Graz 49 Tage.

In Wien fahren dagegen laut dieser EU-Studie deutlich weniger Bewohner mit dem Auto zur Arbeit, nämlich 41 Prozent, in Graz sind es dagegen 61 und in Linz sogar 65 Prozent. (DER STANDARD Printausgabe, 10./11.12.2005)

Alexandra Föderl-Schmid aus Brüssel
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