Krebsverdacht bei Status Quo-Gitarrist

15. Dezember 2005, 15:19
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Britische Rockband sagt vorerst alle Konzerte ab - Rick Parfitt ist Gründungsmitglied

London - Die britische Rockband Status Quo hat sämtliche Live-Auftritte abgesagt, nachdem Ärzte bei Gitarrist Rick Parfitt Hinweise auf Kehlkopfkrebs gefunden haben. "Wir sind alle geschockt und hoffen das Beste für Rick und seine Frau Patty", sagte Parfitts Manager Simon Porter nach Angaben der Zeitung "Daily Mail" vom Freitag.

Der 57-jährige Gitarrist, der pro Tag bis zu 50 Zigaretten geraucht haben soll, hatte über Schmerzen im Hals und das teilweise Versagen seiner Stimme geklagt. Bei einer Untersuchung wurden Wucherungen im Halsbereich entdeckt. Ärzte haben eine Gewebeprobe entnommen, die auf Krebszellen untersucht wird.

Altspatzen

Parfitt gehörte vor mehr als 30 Jahren zu den Gründern der Band, die wegen ihres andauernden Erfolgs ähnlich wie die Rolling Stones zu den großen "Rentner-Phänomenen" der Rockgeschichte zählt. Daneben machte Parfitt immer wieder durch Ausschweifungen Schlagzeilen. Die Boulevardzeitung "Sun" berichtete, dass er lange Zeit für umgerechnet mehr als 2.000 Euro pro Woche Kokain schnupfte und täglich eine Flasche Whisky trank. 1994 konnte Parfitts Leben nur noch durch eine vierfache Bypass-Operation am Herzen gerettet werden.

Zu den Welthits von Status Quo zählen Evergreens wie "Rockin All Over The World", "What Ever You Want" und "In The Army Now". 1982 war Status Quo die erste Rockband, die bei einer Benefizshow vor der königlichen Familie auftrat. Mit mehr als 60 Chart-Hits gehört die Gruppe zu den erfolgreichsten britischen Bands aller Zeiten - noch vor den Stones, Queen und U2. Ihre Alben fanden bislang mehr als 120 Millionen Käufer.(APA/dpa)

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    Rick Parfitt

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