EU-weiter Frauengesundheitsbericht

9. Dezember 2005, 12:49
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Rauch-Kallat strebt vergleichbare Daten an - Prävention von Diabetes weiterer Schwerpunkt

Wien - Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat will die Bereiche Diabetes und Frauengesundheit zu den beiden Schwerpunkten der EU-Präsidentschaft Österreichs im ersten Halbjahr 2006 machen. Sie verwies darauf, dass das rasante Ansteigen von Neuerkrankungen an Diabetes - vor allem des sogenannten Altersdiabetes - zu einem der größten medzinischen und gesundheitspolitischen Probleme werde.

In ganz Europa würden 22,5 Millionen Erwachsene an Diabetes leiden. Weltweit habe es von 1995 auf 2000 einen Anstieg von 135 auf 154 Millionen Erkrankte in diesem Bereich gegeben. Eine Studie, die sie zu Diabetes in Auftrag gegeben hat, will die Ministerin Ende Dezember knapp vor Beginn der Präsidentschaft präsentieren.

Prävention

Ohne Gegensteuern werde es weltweit ein Ansteigen der Diabetes-Erkrankungen auf 300 Millionen im Jahr 2025 geben. Ebenso wie bei Alkohol und Nikotin setzt die Ressortchefin vor allem auf Prävention und einen gesünderen Lebensstil. Allein durch die Vermeidung von Übergewicht und die Beseitigung des Bewegungsmangels seien rund 40 Prozent der Fälle zu vermeiden.

Empfehlung der ExpertInnen

Der von Rauch-Kallat in Auftrag gegebene Diabetes-Bericht soll dann bei einer ExpertInnenkonferenz am 15. und 16. Februar 2006 in Wien erörtert werden. Eine aus dieser Konferenz abgegebene Empfehlung werde an den informellen Rat der Gesundheitsminister, der am 25. und 26. April in Wien tagt, weiter gegeben. Die Mortalitätsraten bei Diabetes seien - nach jüngsten Zahlen aus verschiedenen Quellen - im Jahr 2002 bei fast einer Million weltweit gelegen. In Österreich hat es 2002 insgesamt 2.028 Todesfälle gegeben.

Frauengesundheitsbericht EU-weit

Was den Bereich Frauengesundheit betrifft, sei es das Ziel, die Europäische Kommission zur Erstellung eines aktuellen, alle 25 Mitgliedsstaaten umfassenden Faruengesundheitsberichtes zu motivieren, den auch das Europäische Parlament erst kürzlich gefordert habe. Rauch-Kallat verwies darauf, dass Österreich auf nationaler Ebene als eines der ersten europäischen Länder der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO nachgekommen sei und bereits 1995 einen österreichweiten Frauengesundheitsbericht erstellt habe. (APA)

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