Weniger Spender, aber mehr Geld

15. Dezember 2005, 12:52
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Am ehesten wird für Kinder gespendet - am wenigsten für Asylwerber, Flüchtlinge und Drogenabhängige

Linz - Der Anteil der Spender unter den Österreichern ist 2005 rückläufig gewesen. Dennoch wurden höhere Spendenbeiträge erzielt, ergab eine Umfrage des Linzer Institutes "Public Opinion".

In den Interviews, die mit 1.006 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählten Personen geführt wurden, bezeichneten sich 69 Prozent als Spender.

Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte der Anteil 73 Prozent, im Jahr 2000 sogar noch 81 Prozent betragen. Die jährliche Spendenhöhe ist jedoch von zuletzt 60 auf 84 Euro gestiegen. Im Jahr 2000 waren es sogar 95 Euro gewesen. Unterm Strich berechnet Public Opinion damit für heuer ein Spendenvolumen von 342 Mio. Euro nach 280 Mio. im Vorjahr und 436 Mio. Euro im Jahr 2000.

Spenden für Kinder, Katastrophen und Tiere

Am ehesten öffnen die Österreicher ihre Geldbörse für Spenden zu Gunsten von "Kindern". Sie führen die Liste der Spendenzielgruppen mit 36 Prozent Nennungen an. Es folgen die "Katastrophenhilfe im Inland" mit 27 Prozent Nennungen und "Tiere" mit 24 Prozent.

Die "Katastrophenhilfe im Ausland" kann bei 21 Prozent mit Spenden rechnen. Abgeschlagen rangieren dahinter die Hilfe "gegen den Hunger in der Welt" (13 Prozent, "Behinderte" (zwölf Prozent) und "Natur- und Umweltschutz" (zehn Prozent).

Am wenigsten Spenden für Asylwerber und Flüchtlinge

Am wenigsten auf Spendenfreudigkeit hoffen können "Asylwerber und Flüchtlinge in Österreich", "Flüchtlinge im Ausland", "Drogen- und Medikamentensüchtige" mit jeweils zwei Prozent und "Alkoholabhängige" mit einem Prozent Nennungen. (APA

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