Noch immer zu wenige Defibrillatoren in Spitälern

13. Dezember 2005, 09:03
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Linzer Studie ergab, dass die Hälfte der Herzstillstand-Patienten bei rascher Hilfe reanimiert werden konnten

Wien - Im Krankenhaus in Linz hat ein spezielles Notfall-System mit einem Notfallteam und Defibrillatoren messbaren Erfolg gebracht, berichtete das Ö1 Morgenjournal. Eine Studie in Linz ergab, dass mehr als die Hälfte der Patienten nach einem Herzstillstand reanimiert werden konnten. Nach Ergebnis dieser zweieinhalbjährigen Studie konnten mehr als 50 Prozent das Spital wieder verlassen.

Bei Patienten mit Herzflimmern sei das Ergebnis noch besser gewesen, zeigte die Studie. Wenn Defibrillatoren vorhanden sind, ist die Wiederbelebungsrate wesentlich höher.

Dennoch gebe es noch immer zu wenige Defibrillatoren und Notfallteams in den heimischen Spitälern, beklagte Hans Gombotz, leitender Intensiv-Mediziner am Allgemeinen Krankenhaus in Linz. Gerade in Spitälern ist die Gefahr eines Herzstillstandes sehr hoch. Mit einer Reanimation kann nur mit trainierten Teams und ausreichend Defibrillatoren rasch begonnen werden, erklärte Gombotz.

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