WKÖ will Mehrwertsteuersenkung auf arbeitsintensive Dienstleistungen

26. Dezember 2005, 17:36
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Derzeit "eklatanter Wettbewerbsnachteil" gegenüber anderen EU-Ländern

Wien - Einige EU-Länder (darunter Frankreich und Holland) haben im Rahmen eines EU-Projekts vor Jahren ihre Mehrwertsteuer auf Dienstleistungen, die arbeitsintensiv sind, gesenkt. Österreich nimmt an diesem Pilot-Projekt nicht teil. "Damit haben die Gewerbe- und Handwerksbetriebe, die ein Viertel aller Arbeitnehmer Österreichs beschäftigen, einen eklatanten Wettbewerbsnachteil", kritisiert der Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Georg Toifl. "Wir müssen die österreichische Mehrwertsteuer von 20 Prozent dem Konsumenten weiterverrechnen, während sie in anderen EU-Ländern nur 5 Prozent ausmacht."

Dabei liege der Vorteil der Mehrwertsteuer-Reduktion für arbeitsintensive Dienstleistungen auf der Hand: "Verringerte Steuersätze und somit eine Verbilligung der Dienstleistung sind ein wirksames Mittel zur Eindämmung der Schattenwirtschaft", so Toifl in einer Presseaussendung der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) von heute, Freitag. Finanzminister Karl-Heinz Grasser sei aufgefordert, seine starre Haltung aufzugeben und "im Sinne der österreichischen KMUs zu agieren".(APA)

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