Siemens-Vorstand erhielt weniger Geld

18. Dezember 2005, 15:53
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Großer Teil des Rückgangs entstand durch Wechsel Pierers in den Aufsichtsrat

Der Zentralvorstand des Siemens-Konzerns hat im vergangenen Geschäftsjahr 2004/05 (zum 30. September) deutliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen. Die Gesamtvergütung sank auf rund 27,97 Millionen Euro von 33,36 Millionen Euro im Vorjahr, wie Siemens in seinem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht mitteilte. Ein wesentlicher Teil des Rückgangs entstand durch den Wechsel des früheren Siemens-Chefs Heinrich von Pierer in den Aufsichtsrat zum 27. Jänner 2005.

Nicht mehr als vorher

Der neue Vorstandsvorsitzende Klaus Kleinfeld erhielt trotz seines Wechsels auf den Chefsessel nicht mehr Geld als vorher: Seine Gesamtbezüge betrugen einschließlich aktienbasierter Vergütungen 3,27 Millionen Euro nach 3,32 Millionen Euro im Jahr zuvor. Auch bei fast allen anderen Siemens-Vorständen ging die Barvergütung wegen sinkender Bonuszahlungen zum Teil deutlich zurück, während die Bezahlung aus aktienbasierten Vergütungen zulegte.

Umstrukturierungen

Siemens hatte im vergangenen Geschäftsjahr Umstrukturierungen in einigen Problembereichen forciert und die defizitäre Handy-Sparte an den taiwanischen BenQ-Konzern abgegeben. In den fortgeführten Geschäften verbuchte der Konzern vergleichbar gerechnet einen in etwa konstanten Gewinn von rund 3,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich - also einschließlich der Ergebnisse nicht fortgeführter Geschäfte - sank der Gewinn aber auf 2,25 Milliarden Euro von 3,4 Milliarden im Jahr zuvor.(APA)

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