Kein Ende der Depressionen

14. Dezember 2005, 22:27
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Japans Kronprinzessin und ehemalige Diplomatin Masako entkommt Druck nach männlichem Thronfolger nicht

Tokio - Die japanische Kronprinzessin Masako erholt sich nur langsam von ihrer Stress bedingten Depression. Die Kronprinzessin, die am Freitag ihren 42. Geburtstag feierte, ist nach Darstellung des Haushofamts noch nicht in der Lage, ihre offiziellen Verpflichtungen wieder regelmäßig auszuüben.

"Ich werde versuchen, mich physisch und mental zu erholen, so dass ich schrittweise wieder meine Verpflichtungen aufnehmen kann", ließ sie anlässlich ihres Geburtstages wissen.

Möglicherweise wird Thronfolge geändert

In Japan halten sich seit langem Spekulationen, wonach der jahrelange Druck auf die Kronprinzessin, einen männlichen Thronfolger zu gebären, zu der Erkrankung der einst vitalen und selbstbewussten Diplomatin maßgeblich beigetragen hat. Vor diesem Hintergrund hatte eine Beraterkommission der Regierung kürzlich empfohlen, Frauen und ihre Nachkommen auf den Thron zu lassen. Damit wird Kronprinzessin Masakos Tochter, die vor einigen Tagen vier Jahre alt gewordene Prinzessin Aiko, der Weg geebnet, eines Tages die erste Monarchin in Japan seit dem 18. Jahrhundert zu werden.

Ihr Mann hatte im vergangenen Jahr für Wirbel gesorgt, als er von "Bestrebungen" am Hofe gesprochen hatte, die Karriere und Persönlichkeit seiner Frau zu negieren. Masako sei "völlig erschöpft" vom jahrelangen Versuch, sich der Kaiserfamilie anzupassen.(APA/dpa)

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    Prinzessin Masako und Tochter Aiko

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