Razzien nach Terroranschlag von Netanya fortgesetzt

12. Dezember 2005, 14:42
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19 weitere Palästinenser festgenommen - Hauptübergang zum Westjordanland geschlossen

Tel Aviv - Israelische Soldaten haben im Westjordanland nach dem Selbstmordanschlag in der Küstenstadt Netanya 19 weitere Palästinenser festgenommen. Unter den Männern seien zehn Mitglieder des "Islamischen Heiligen Krieg" (Jihad Islami), teilte eine Armeesprecherin am Freitag in Tel Aviv mit.

Insgesamt seien seit dem Anschlag, bei dem am Montag fünf Israelis getötet worden waren, 62 gesuchte Palästinenser gefasst worden, sagte die Militärsprecherin. Israel hat zudem beschlossen, die "gezielte Tötung" militanter Palästinenser fortzusetzen.

Israel schließt Hauptübergang zum Westjordanland

Nach einem tödlichen Messerattentat auf einen israelischen Soldaten im Westjordanland hat Israel den wichtigsten Übergang zwischen Jerusalem und dem besetzten Gebiet geschlossen. Der Kontrollpunkt Kalandia werde nur für Notfälle geöffnet, sagte eine Militärsprecherin am Freitag. Im Armeerundfunk hieß es, der Übergang bleibe für einige Tage geschlossen. Zudem würden dort die Sicherheitsvorkehrungen überprüft, berichteten israelische Medien.

Am Donnerstag hatte ein Palästinenser an diesem Hauptkontrollpunkt zwischen Jerusalem und Ramallah einen 20-jährigen Soldaten erstochen. Den Übergang Kalandia passieren täglich Tausende Palästinenser. (APA/dpa)

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