Ehrung für Kampf um Grundrechte

11. Dezember 2005, 19:33
posten

Alternative Nobelpreise in Stockholm überreicht - Ehrenpreis für mexikanischen Künstler Toledo

Stockholm - Die diesjährigen Alternativen Nobelpreise für soziales Engagement und Umweltschutz sind am Freitag im schwedischen Reichstag in Stockholm überreicht worden.

Den Ehrenpreis erhielt der mexikanische Künstler und Philantrop Francisco Toledo. Der 1940 geborene Zapoteke aus der Provinz Oaxaca schöpft in seiner Kunst aus dem Erbe der traditionellen altmexikanischen Kulturen und hat in zahlreichen Galerien in aller Welt ausgestellt.

In der Begründung der internationalen Jury heißt es, Toledo habe sich und seine Kunst dem Schutz und der Erneuerung des architektonischen und kulturellen Erbes Mexikos gewidmet. Die Natur und das Gemeindeleben in seiner Heimatprovinz Oaxaca seien seine Themen.

Den mit zwei Mio. schwedischen Kronen (rund 220.000 Euro) dotierten Alternativen Nobelpreis teilen sich Maude Barlow und Tony Clarke (Kanada) für "ihren Einsatz für Gerechtigkeit im Welthandel", Irene Fernandez (Malaysia) für "couragierte Arbeit zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen und des Missbrauchs von Wanderarbeitern" und die Organisation "First People of the Kalahari" mit ihrem Gründer Roy Sesana (Botswana) für "resoluten Widerstand gegen die Vertreibung vom Land ihrer Vorfahren und für ihr Festhalten an dem Recht, ihren traditionellen Lebensstil beizubehalten".

Die 1980 erstmals verliehenen Right Livelihood Awards werden jährlich im schwedischen Parlament vergeben und gehen laut Stiftung an Menschen und Organisationen, die "praktikable, beispielhafte Antworten auf die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit" geben. (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 10.12.2005)

Share if you care.