Stimmen: "Einfach schlecht"

14. Dezember 2005, 12:53
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  • Salzburg - Rapid:

    Kurt Jara (Salzburg-Trainer): "Was wir in der ersten Spielhälfte geboten haben, war absolute Klasse. Wir hatten auch Chancen, höher in Führung zu gehen. Uns haben sechs Spieler gefehlt, aber alle Spieler auf dem Platz haben eine gewisse Klasse und Bundesliga-Erfahrung.

    Andreas Ivanschitz ist jetzt am Zug. Wenn er Rapid verlassen will, werden wir ein Angebot machen. Auch Gercaliu ist ein Thema, aber wir haben eine starke Mannschaft, so dass wir nicht unbedingt über Neuverpflichtungen reden müssen. Wir werden uns sukzessive verstärken."

    Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): "Wir haben keine erste Spielhälfte gehabt. Das war eine Katastrophe. Eigentlich hätte ich sagen müssen: 'Habe fertig, Flasche leer'. Die zweite Hälfte war in Ordnung, da war Laufbereitschaft vorhanden und wir haben auch Zweikämpfe gewonnen. Das 2:0 von Schopp war dann die Entscheidung. Ich bin auf Ballhöhe gestanden und aus meiner Sicht war Mair um Nasenbreite vorne.

    Ich möchte außerdem wissen, was meine Mannschaft beim Ausschluss von Valachovic so aufgeregt hat. Es muss irgendetwas passiert sein, denn - und das ist das Einzige, worauf ich wirklich stolz bin - ich habe die fairste Mannschaft der Bundesliga. Salzburg ist zu Hause mit diesem Publikum und dem Kunstrasen einfach schwer zu schlagen. Ich habe eine sehr gute Zeit bei Rapid gehabt."

    Markus Schopp (Salzburg-Kapitän und Torschütze zum 2:0): "Wir haben versucht, dem Gegner unsere Stärke zu demonstrieren. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt. Das 2:0 geht in Ordnung, obwohl wir auch höher hätten gewinnen können. Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg."

    Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Wir waren einfach schlecht. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, Salzburg hat uns von Beginn an die Schneid abgekauft und wir haben eigentlich keine Torchancen vorgefunden. Wir haben heute ein sehr wichtiges Spiel verloren, aber im Frühjahr ist noch alles drinnen. Ich bin nach wie vor stolz, für Rapid zu spielen."

  • Austria - Ried:

    Peter Stöger (Austria-Sportdirektor): "Zu Beginn haben wir uns schwer getan. Dann haben wir aber bewiesen, dass wir uns in den vergangenen Wochen gefunden haben. Das 1:0 hat Ruhe in unser Spiel gebracht. An der Spitze zu stehen, tut gut."

    Frenkie Schinkels (Austria-Trainer): "Wir haben eindrucksvoll bewiesen, dass die Austria wieder da ist. Wir wollten uns selbst ein Weihnachtsgeschenk machen. Es ist natürlich schön, über Weihnachten an der Spitze zu stehen, dort wo die Austria eigentlich hingehört. Wir haben ein Super-Trainerteam und es macht großen Spaß, bei der Austria zu arbeiten."

    Heinz Hochhauser (Ried-Trainer): "Wir haben es der Austria leicht gemacht, sie hat von unseren Fehlern gelebt. Das war reine Kopfsache, die Stabilität hat gefehlt. Wir haben jetzt innerhalb von vier Tagen gegen Salzburg und Austria gespielt. Einer dieser beiden Klubs wird Erster werden."

    Filip Sebo (Austria-Torschütze zum 2:0): "Ich war vor dem Elfmeter mit den Nerven am Ende. Das erste Meisterschaftstor ist natürlich eine Riesenfreude. Es wurde schon Zeit. In der Slowakei habe ich mein erstes Liga-Tor auch aus einem Elfmeter erzielt."

  • GAK - Mattersburg:

    Walter Schachner (GAK-Trainer): "Wir haben heuer schon bessere Spiele gemacht. Zufrieden bin ich auch über die drei Punkte, mit denen bleiben wir oben dran. Hätten wir den Ball besser laufen lassen, dann wäre auch ein höherer Sieg möglich gewesen. Die Mattersburger haben es uns bei den Toren eins und drei recht leicht gemacht. Die Niederlage bei der Admira haben wir gut weggesteckt. Für nächstes Jahr hoffe ich auf eine Verlängerung der guten Heimserie."

    Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Der GAK hat solide gespielt, aber die Tore haben wir uns selbst geschossen. So könnte man eigentlich sagen, nicht der GAK hat gewonnen, sondern wir haben verloren. Solche Fehler passieren nicht einmal einer Nachwuchsmannschaft. Uns haben Konzentration und Cleverness gefehlt. Ein Didi Kühbauer ist obendrein nicht zu ersetzen. Wir haben derzeit einen schlechten Lauf, die Winterpause kommt zu rechten Zeit."

  • Pasching - Sturm Graz:

    Helmut Kraft (Pasching-Trainer): "Graz ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die sich nicht als Menschenmauer hinten hineinstellt. Dadurch hatten wir mehr Platz. Ob der Sieg geholfen hat, um als Trainer zu bleiben, kann ich nicht beurteilen. Das Wichtigste ist, dass wir uns dadurch wieder nach oben orientieren können."

    Franz Grad (Pasching-Präsident): "Wirklich zufrieden bin ich mit der Leistung nicht. Am Freitag werden Gespräche mit Kraft beginnen, ich hoffe, dass sie bis Montag abgeschlossen sind. An seiner Arbeit kann ich nichts aussetzen."

    Michael Petrovic (Sturm-Trainer): "Unser Problem war, dass wir die klaren Torchancen nicht verwertet haben, die Paschinger ihre aber schon. Wir haben in den ersten Runden sehr gut gespielt, haben da aber davon profitiert, dass wir durch den UI-Cup sehr früh in die Saison gestartet sind. Ich habe daher mit einem Rückfall gerechnet. Wir sind aber nicht in der Krise, weil wir fünf Punkte mehr als im Vorjahr haben. Das reicht, um kommendes Jahr in aller Ruhe eine junge Mannschaft aufzubauen. Ich bin sicher, dass wir nicht absteigen."

  • Wacker Tirol - Admira:

    Stanislaw Tschertschessow (Wacker-Trainer): "Der Sieg war ein Weihnachtsgeschenk für uns alle. Wir waren immer am neunten Platz und eine Mannschaft, die keine gute Stimmung verbreitet hat. Jetzt sind wir Siebenter, aber damit gebe ich mich nicht zufrieden. Ab 3. Jänner wird trainiert und wir hoffen, dass wir weitere Fortschritte machen."

    Robert Pflug (Admira-Coach): "Die Niederlage geht in Ordnung, wir waren immer einen Schritt zu kurz. Ich habe bei uns den Willen vermisst, sich gegen diese Niederlage zu wehren. Die Defensive, die zuletzt gut gespielt hat, war überhaupt nicht vorhanden. Die Winterpause ist eine Erleichterung für uns." (APA)

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