Washington: Verhalten der Sky-Marshals in Miami "gemäß Ausbildung"

15. Dezember 2005, 15:58
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Präsidialamt kündigt Untersuchung über Verhaltensrichtlinien an

Washington - Die Sky-Marshals handelten der US-Regierung zufolge gemäß ihrer Ausbildung, als sie am Mittwoch auf dem Flughafen in Miami einen Passagier erschossen. Eine Untersuchung solle zeigen, ob die Verhaltensrichtlinien geändert werden müssen, teilte das US-Präsidialamt am Donnerstag mit.

Der aus Florida stammende 44-jährige Flugpassagier Rigoberto Alpizar war am Mittwoch auf dem Flughafen von Miami erschossen worden, als er von einem Flugzeug weg rannte. Offiziellen Angaben zufolge hatte der Mann angegeben, eine Bombe in seinem Rucksack zu haben. Zeugen sagten, der Mann habe einen gestörten Eindruck gemacht und sei vielleicht geisteskrank gewesen. Es war das erste Mal, dass die als Sky-Marshals bekannten bewaffneten Flugbegleiter seit den verstärkten Sicherheitsvorkehrungen nach den Anschlägen 2001 auf einen Passagier schossen.

"Ich glaube, dass sich niemand eine Situation wie diese wünscht, aber die Sky-Marshals haben sich scheinbar ihrer intensiven Ausbildung entsprechend verhalten", sagte der Sprecher des US-Präsidialamtes Scott McClellan. Das Heimatschutzministerium ermittele gemeinsam mit der Bundespolizei FBI die Hintergründe. "Jedes Mal, wenn es eine solche Untersuchung gibt, lernt man etwas für spätere Ausbildungen und Anweisungen", sagte McClellan. (APA/Reuters)

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