Mental gerüstet

12. Dezember 2005, 10:51
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Warum beherrschen junge Burschen und Mädchen aus Österreichs alpinen Regionen den Welt-Skisport nahezu total, während junge Burschen (und zum geringeren Teil auch Mädchen) aus den flacheren Regionen unseres Landes im internationalen Fußball irgendwo ganz unten grundeln? Vielleicht weil der eine Sport lebensgefährlich ist und ein ungeheures Maß und Konzentration, Selbstdisziplin und Selbstüberwindung erfordert und der andere hauptsächlich "nur" ein gewisses Talent und eine gewisse Kondition?

Weil beim Abfahrtslauf mit weit über 100 Stundenkilometer auf einer Eispiste ein Fehler tödlich sein kann, beim Fußball aber nur eine lahme Ausrede und den beschönigenden Patriotismus eines Sportreporters erfordert? Österreich darf nicht zu oft gewinnen, sonst wird es uninteressant, sagt der Olympiasieger Stefan Eberharter im Spiegel-Interview. Diese Gefahr ist beim heimischen Fußball nicht gegeben. Im Interview mit Eberharter begegnet man einem Menschen, der sich mit seinem Sport, mit seinem Leben, mit der Rolle als Medienobjekt, kurz: mit seinem Hochleistungsberuf, informiert und auf der Höhe der Psychologie und Kommunikationstechnik auseinander setzt. (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 9. Dezember 2005)

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