Ulrich Beck geißelt die Soziologie

15. Dezember 2005, 15:31
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Die Geisteswissenschaft habe sich von der Wirklichkeit verabschiedet

Berlin/München - Der renommierte Münchner Soziologe Ulrich Beck beklagte im Deutschlandradio den gegenwärtigen Zustand der Soziologie nicht nur in Deutschland: In der gesellschaftlichen Diskussion habe sich, so Beck, die Geisteswissenschaft von der Wirklichkeit verabschiedet.

Die Gesellschaft befinde sich in einem rasanten Wandel, doch in den Debatten der Soziologen sei das nicht zu erkennen, sagte Beck. Als eine der Ursachen sieht der Hochschullehrer, dass sich die Soziologie in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgezogen habe: "Man beobachtet die Diskussion, die die Öffentlichkeit betreibt, mit relativer Distanz, obwohl man vieles aus der Forschung besser wissen könnte." (dpa / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 9.12.2005)

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